Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Großes Kino

Noch bis zum 15. Mai kann man auf youtube in Kooperation mit Mosfilm, dem sowjetischen bzw. russischen Filmstudios Filme zum Thema 2. Weltkrieg ansehen. Anlas ist der 65. Jahrestag des Sieges über das Dritte Reich.
Zwar sind sie auf Russisch, aber die Bildsprache ist zum Teil so mächtig, dass die Filme auch ohne die Sprache zu verstehen, wirken. Herausragend ist beispielsweise „Geh und Sie“ von 1985. Regie führte Elem Klimov. Aus der Perspektive eines Jungen wird der Krieg in Weißrußland erzählt. Dabei entfaltet der Film eine solche Wucht und Eindringlichkeit, die sich geradezu einbrennt.

youtube und Mosfilm

Staubiges Phantom

Letzte Woche besuchte ich die Stadtbibliothek und wurde plötzlich angesprochen. Ein großer, in seinen Bewegungen statisch wirkender Mensch, rief mich bei meinem Vornamen. Sein jungenhaftes Äußeres ging mit einem seltsamen Flackern seiner Augen einher, das man von alten Leuten kennt. Seine hohe Stimme wurde umformt von einem schnarrenden und gleichzeitigen gebrechlichen Ton.
Ich kannte ihn nicht und glaubte zunächst an eine Verwechslung. Schließlich nannte er sogar meinen Nachnamen und schilderte einen Vorfall, der vor sechzehn Jahren zurücklag und ihn seitdem begleitet, vielmehr in ihm gebohrt haben muss. Im Nachhinein glaube ich, dass er mich schon öfters in der Stadtbibliothek gesehen hat und erst nach einer Weile den Mut fand, mich anzusprechen. Ich hätte ihn damals, er und ich waren Geschichtsstudenten der Frankfurter Uni, vor einigen Kommolitonen -also öffentlich- diskreditiert. Obwohl ich nicht mit ihm direkt eine Veranstaltung am Historischen Seminar besucht und somit seine Äußerungen nur über Dritte mitbekommen hätte, mokierte ich mich über ihn bzw. über seine Äußerungen im dieser Veranstaltung. Dies hätte ihn sehr gestört. Damals wollte er nichts dazu sagen, aber jetzt könne er mir dies endlich mitteilen.
Ich konnte mich nur höchst schattenhaft an ihn erinnern. An etwas anderes nicht. Mein Exkommolitone schnarrte mir mit seinem hohen Tonfall die Geschichte. Mir blieb alles fremd. Sollte ich damals zu frech, möglicherweise zu arrogant gewesen sein? Ich gab an, dass mir möglicherweise die langweiligen, staubtrockenen und überlangen Vorträge vieler Studenten auf den Geist gegangen sind. Und wenn er, auch wenn es mir über Dritte zugetragen wurde, nach meiner Meinung zu dieser Kategorie von „Langweilern“ gehörte, dann habe ich bis heute kein Problem, ihm dies direkt ins Gesicht zu sagen. Mein Gegenüber schluckte ein wenig, aber er wirkte dennoch stolz auf sich und schien gar nicht auf eine Entschuldigung meinerseits zu hoffen. Er hatte es mir endlich gesagt. Seine Sätze spiegelten sich wie ein geflüstertes Echo, indem er bestimmte Wörter ganz leise murmelnd, wie in der Kirche, wiederholte. Ich konnte es natürlich nicht lassen ihn danach zu fragen. Er überlege laut bzw. würde sich die Wichtigkeit seiner Aussagen wiederholen, war die Antwort.
Ich muss dann mal gehen, beendete ich die Geisterstunde. Er knarrte nach sechzehn Jahren zum Abschied.

Knut

Diese Foto wurde freundlicherweise von einem bekannten Fahrradkurier zur Verfügung gestellt.

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In Treatment

Der glückliche, aber nicht unverdiente und in seiner Dramaturgie vorbildlich(e), Sieg der Eintracht am Sonntag gegen Freiburg läßt uns jubeln und innehalten. Und wer heute Abend nicht in der Vowi verweilt, um über diesen und zünftige Siege zu sinnieren, der schaue sich auf 3sat als Doppelfolge ab 21.00 die neue Serie In Treatment
an. In der Praxis eines Gesprächterapeuten lauschen wir pro Folge dem Therapeuten und seinem Patienten. Nur am Freitag kommt seine Supervisionärin und das Gespräch dreht sich.

Aktivist Schwarze Pumpe

Unzählige Fussballspiele liefen in der Vowi und viel – ich muß es deutlich sagen- dummes Geschwätz ist von der bierseligen bzw. biertraurigen Fans dann zu hören. Letztens, wobei sich der Gast auf Nachfrage sofort entschuldigte, wurde der Schiedsrichter nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung eines 2. Ligaspieles als Ostdeutscher beschimpft.
Mit „Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland“ einer Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig bis zum 05. April kann man die Unterscheide und die Gemeinsamkeiten des Sports hüben und drüben kennenlernen. Darüber hinaus lohnt ein Besuch in Leipzig immer. Besonders hat mir ein Plakat der Sportvereinigungen der volkseigenen Betriebe der DDR aus den 50er Jahren gefallen, wo noch einmal alle möglichen Namen von eben diesen aufgezählt werden und ihr Mutterbetrieb. Dies wäre vielleicht auch was für den Vowi-Quiz, der vielleicht im März stattfinden soll. Aleks und Toni arbeiten daran.

Lokomotive-Lokomotive Leipzig
Rotation
Einheit
Anker
Motor-Motor Suhl
Aktivist-Aktivist Schwarze Pumpe
Wismut-Wismut Aue
Fortschritt
Traktor
Chemie-Chemie Leipzig
Mechanik
Stahl-Stahl Brandenburg

ddr.jpg Ist der Kollege eigentlich rasiert?

ddr_1.jpg Grundnahrungsmittel

Elterneigenschaft

Aller vier Jahre muß die Vowi der Rentenkasse viele Papiere
(Lohn- und Gehaltskonten,
Beitragsberechnungen und Nachweise,
Meldung zur Sozialversicherung nach Datenerfassungs- und Übermittlungsordnung,
Bericht der letzten Betriebsprüfung,
Gewinn- und Verlustrechnung,
Stundenaufzeichnungen der Angestellten,
beiligende Erklärungen ausfüllen usw.)
)
abgeben. Diese überprüft dann, ob die Vowi die Sozialabgaben ihrer Angestellten ordentlich berechnet und richtig abgeführt hat.
Dies klingt einfach – ist es aber nicht. Lohnbuchhaltung ist weit schwieriger und komplizierter als die ordinäre Buchhaltung.
Mein neuer Lieblingprüfungspunkt dabei ist der
Nachweis der ELTERNEIGENSCHAFT der Arbeitnehmer, um einen Beitrag für Kinderlose in der Pflegeversicherung der seit dem 01.01.2005 besteht, zu überprüfen.
So richtig wußte ich nicht, was ELTERENGENSCHAFT bedeutet, deshalb rief ich bei der Rentenkasse an. Jetzt weiß ich es. Wißt Ihr es?

Gutenbergs-Planspiele machen Schule

Tanklaster, böse mittlere Chefs, Tiefflieger und nur mäßig entwickelte Infrastruktur machen auch im Kinderzimmer Schule. Und was wissen darüber eigentlich die Eltern, als Vertreter der Öffentlichkeit und als juristisch Verantwortliche:
Warum hat das Kind seine Strümpfe ausgezogen, warum wurden die Playmobilschienen nicht weitergebaut, warum wurden vorhandene Playmobilsteine zurückgehalten und warum wurden nicht alle Düsenjets (siehe Papierfliegerträger rechts oben) eingesetzt?
Ein offener Kreis (Untersuchungsausschuß) muß endlich Abhilfe schaffen.
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