Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Zu was man als Graf alles so Zeit hatte

Ehrenvorsitzender der Europäischen Gruppe der Trilateralen Kommission,
Vorstand und Aufsichtsrat der ERGO Versicherungsgruppe AG,
Partner der Sozietät Taylor Wessing,
Mitglied im Konvent für Deutschland e.V.,
Generalbevollmächtigter der HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG,
Rechtsritter des Johanniterordens,
Ehrendomherr des Domstifts zu Brandenburg an der Havel und
Ehrenvorsitzender und Vorbild von Guido

Spät am Tresen

Sehr spät
weit nach Mitternacht hörten im Rausch des Alkohols, aber voller Andacht
Don -Addios Compañero- Pedro,
Dr. V., der Mann, der die Frösche liebt und
Andi der Vorstandsvorsitzende der Hanisch Logistic Group
unserem Lektor Alexander zu, der folgendes
Gedicht von Gottfried Benn
vortrug.

Spät im Jahre
Spät im Jahre, tief im Schweigen
dem, der ganz sich selbst gehört,
werden Blicke niedersteigen,
neue Blicke unzerstört.

Keiner trug an deinen Losen,
keiner frug, ob es gerät -,
Saum von Wunden, Saum von Rosen -,
weite Blicke, sommerspät.

Dich verstreut und dich gebunden,
dich verhüllt und dich entblößt -,
Saum von Rosen, Saum von Wunden -,
letzte Blicke, selbsterlöst.

Herlinde Koelbl

Noch bis zum Sonntag kann man in Berlin,
welches in meinen Augen immer eine Reise wert ist,
im Martin-Gropius-Bau Fotografien von
H a n n e l o r e K o e l b l
beschauen und an einigen vielleicht in aller Schnelle vorbei gehen, aber an anderen wiederum stehen bleiben und staunen.
Ich würde hier mit offenem Mund vor den Portraits Angela Merkels verharren. Es gibt diese Fotos auch von Joschka Fischer (mal war er fett, dann wieder dünn, und dann bedeutsam) und Gerhard Schröder (die Falten bei ihm in späteren Jahren hätte kein Bildhauer besser hinbekommen). Sie sind eher nichtssagend. Die Portraits dagegen von unserer aller Angie zeigen sie in so vielen
trögen, langweiligen, verstaubten, altjungerfernhaften, lachhaften und nachgemachten (Maggie Thatcher-Verschnitt) Bildern, dass die Person, die uns jetzt im fünften Jahr als Kanzlerin vertritt, immer weniger greifbar wird.
Schließlich fehlt noch ihre Stimme, die mich als sächsischen Ossi sofort an Tonfall und Aussprache bestimmter DDR-Filme (DEFA und in Synchronisation zumeist tschechischer und sowjetischer Filme) erinnert: der leicht berlinernde Einschlag, die zu ordentliche Aussprache und der in einer Höhe scheinbar festsitzende Ton der Sprechmelodie, die so ganz ohne Emotion oder mit gänzlich übertriebener Emotion vom Kinder-Sprecher-Ensemble Berlin vorgetragen wurde.
Wie kann ihre Macht so im Gegensatz zu ihrem Äußeren, ihrem Habitus und ihrer Sprache stehen?
Was für eine Frau!

am_1991.jpg 1991
am_1995.jpg 1995
am_1998.jpg 1998
am_2006.jpg 2006

Vor 20 Jahren gab es noch keine Vowi in Frankfurt, sondern nur die Körnerquelle in Leipzig

Vor 20 Jahren gab es noch keine Vowi in Frankfurt, sondern nur die Körnerquelle in Leipzig. Dazu vielleicht später mehr.

Die Deutsche Welle hat die Mauer wie in einem Videospiel animieren lassen. Hier ist ein Ausschnitt vom youtube-Kanal der DW. Ein DVD gibt es auch davon.

Ich (euer Zapfer) wurde übrigens zu Ende der Achtziger in Berlin -Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik- in einer wie im Film dargestellten Sackgasse, die an der Mauer endete, festgenommen.
Ich war (wirklich) durch Zufall dahin geraten.
Ich wollte mich mit einem Mädchen treffen, die unweit der Grenze wohnte.
Ich sah aber ähnlich gefährlich aus wie heute: im Osten nannte man so was mich „Blueser“: lange Haare, leicht schlampige Klamotten.
Erst ein Telefongespräch meiner Mutter mit den Genossen der Stasi (nehme ich mal an) beendete meinen Aufenthalt (möglicherweise in der Normannenstraße) und beeinflusste sicher auch meine berufliche und persönliche Zukunft in der DDR.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=jlbAUFvh04k&hl=de&fs=1&color1=0x3a3a3a&color2=0x999999]

Auch sehr interessant ist die Seite:
Wir waren so frei
Hier findet man private Fotos, Dokumente und Videos aus der Zeit von 1989/90.
Allerdings habe ich damals meine Freiheit bereits in Frankfurt in der Lange Straße im Kolpinghaus genossen. Meine damalige Freundin und jetzige Frau war entsetzt, als sie mich wenige Tage nach meiner Flucht und dem Mauerfall besuchte:
die Billigpuffs der Breiten Gasse, die Häßlichkeit des Stadtviertels und der gemeinsame Besuch des Bergerkinos, wo wir den Spielfilm zu „The Wall“ von Pink Floyd sahen, machte zumindestens meiner Freundin den Westen nicht symphatischer.

Felix

Felix schnurrt jetzt in der Himmlichen Vowi nach Essen,
denn wir haben ihn nicht verloren, er ist uns nur vorausgegangen…
dsc00046.jpg

Einsatz in Bockenheim

Gestern war gegen 17.30 die Polizei wegen Ruhestörung in der Vowi. Um die 50 St. Pauli-Fans waren zuvor vom Bornheimer Hang nach dem Sieg über den FSV nach Bockenheim gekommen. Helga und der Ganz Große Christian mußten dafür schwitzen. (Vielen Dank!) und auch die Chefin kamm noch einmal rein. Aber bald wurde es wieder ruhiger.
Vielleicht muß die Polizei heute wieder vorbeikommen, wenn Peter Kurzeck erzählt und ließt, weil sich hunderte Menschen in der Jordanstraße drängeln, um ihn zu sehen. Gegen 20.00 Uhr muß es sehr leise sein. Wir zeigen heute keinen Fussball.

Peter Kurzeck

Am Montag, den 14.09.09, 20.00 Uhr
liesst und erzählt der Schriftsteller
Peter Kurzeck
in der „Volkswirtschaft“. Dafür verlangen wir 10,- €‚¬ Eintritt.

Peter Kurzeck wohnte vor Jahren in Frankfurt-Bockenheim in der gleichen Straße, wo man heute die „Volkswirtschaft“ findet.
Wenn der Begriff „Heimatliteratur“ nicht schon so dubios besetzt wäre, könnte der Schriftsteller genau dafür stehen. Er erinnert sich in an seine Kindheit in Nordhessen und an sein Leben als junger Vater und angehender Schriftsteller zwischen den Frankfurter Stadtteilen Bockenheim und Westend. Seine eigenwillige, kurze und oft das Prädikat sparende Sprache, seine Aufzählungen scheinbar banaler Dinge und sein dabei unaufdringliches Reflektieren der Zeit gibt dem Erinnern eine Form, die einen neuen poetischen Raum eröffnet.
Lange Rede kurzer Sinn – der Autor schafft es dem Ort, wo u.a. die „Volkswirtschaft“ steht, einen eigenen literarischen Charakter zu geben, der lokal eingebunden ist und dennoch zeitlos wirkt.
Seine Bücher erscheinen beim Frankfurter Stroemfeld-Verlag. Man findet sie in allen Bücherläden und Bibliotheken der Stadt.

kurzeck.jpg Peter Kurzeck

Follow you follow me

Mit meinem Handy kann ich gerade noch anrufen und nicht twittern – aber ihr könnt es:
vowi_getuschel
bei twitter eingeben
und der vowi folgen,
und die vowi folgt euch,
um dann, uns endlich auch außerhalb der Öffnungszeiten zu unterhalten.
Nur über was?