Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Hinrunde Vowi-Quiz 2013

Der nächste Quiztermin steht noch nicht endgültig fest.
Es müssen erst Gipfel erklommen werden.
Möglicherweise geht es am Dienstag, den 20. August weiter.
„Löcher“ wird das Wunschthema sein.

Olaf

Am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, trafen sich zirka 30 Leute, um vor dem letzten St. Pauli-Spiel Abschied von Olaf zu nehmen oder besser, ihn trotz seines viel zu frühen Todes in Erinnerung zu behalten. Die Stimmung war für den traurigen Anlass erstaunlich locker, aber allen war anzumerken, wie der Tod Olafs schmerzt. Vera hatte ein paar Fischbrötchen gemacht. Man trank ein, zwei, drei … Bier und sprach über Olaf, über Fußball und über Gott und die Welt. Die gemeinsame Erinnerung an Olaf hielt die Trauer auf einem würdevollen Abstand.
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis in seiner Heimat Mitte Juni statt.

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Olaf

Am Sonntag, den 19.05. wollen wir uns ab 12.00 Uhr -vor dem letzten St. Pauli-Spiel der Saison- in der Vowi an Olaf erinnern. Vera macht ein paar Fischbrötchen und Astra wird auch da sein.

Olaf

Olaf -Mitglied der Vowi-Familie vom ersten Tage an- ist gestorben.
Seine Pauli-Schorle (Kristall mit einem Schuss Limo) trinkt er jetzt nie mehr hier.
Sein Herz wollte nicht mehr.
Die Vowi ohne ihn ist kaum vorstellbar.
Jetzt müssen wir uns daran gewöhnen.
Olafs plötzlicher Tod ist ein großer Verlust.
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Vaterlandsverräter

Der Repressionsapparat und das damit verbundene Machtsystem in der DDR hat meine Generation (die heute 45jährigen) nachhaltig geprägt. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage dass dieses System sie im negativen wie im positiven sozialisiert hat. Deshalb ist die Auseinandersetzung damit nach über 20 Jahren immer aktuell. Ein wertvolles Beispiel über die Auseinandersetzung und die persönlichen Verstrickungen ist ein Dokumentarfilm von 2011 mit Namen Vaterlandsverräter von Annekatrin Hendel.
Der Schriftsteller Paul Gratzik (geb. 1934) wird darin porträtiert. Er, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen, war Arbeiter und Erzieher und wurde schließlich Arbeiterschriftsteller. Solche gab es in der DDR nicht viel, sie waren aber im Staatsverständnis sehr erwünscht und deshalb wurden sie durchaus protegiert. Ein posthum eher unbekanntes Beispiel ist Werner Bräunig mit seinem Roman Rummelplatz über den Uranabbau der Wismut in der Gegend um Aue. Ein mittlerweile bekanntes Beispiel ist der bei Leipzig geborene Lyriker und Romancier Wolfgang Hilbig, der wie kein zweiter das „Grauen“ der DDR, aber ebenso die Übergangszeit nach der Vereinigung in einem zeitlosen Duktus darstellt. (Auf der Seite Planet Lyrik kann man ihn, ein Gedicht vorlesend, hören)
Im Gegensatz zu Werner Bräunig und Wolfgang Hilbig arbeitete Paul Gratzik, übrigens alle drei sind bzw. waren Alkoholiker, als IM für das MfS und nachdem er „gekündigt“ hatte, wurde er selber vom MfS überwacht.
Der Dokumentarfilm zeigt auf eine subtile Art und Weise die Gratwanderung der Menschen innerhalb dieses Systems und auch das „Grauen“, welches, je länger die DDR hielt, mehr und mehr zur Staatsraison wurde.

Auf der Arte-Mediathek ist der Film noch ein paar Tage zu sehen:

Fundstück

Letztens fand ich vor der Kneipe auf dem Rauchertisch unter dem Aschenbecher einen handgeschriebenen Zettel.

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…uber mich
(Dagmar) Hatte, habe nie Penis. Hatte (habe
nie Mann gespielt. Bin schwanger, habe
Gebärmutter. Hatte nie Sex mit weib-
lichen Personen. Stehe auf vaginal
auch oral). Stehe auf treue Partner-
schaft. Habe langjährigen Partner-
Verlobten. Bin intelligent, gebildet, ge-
pflegte Erscheinung. Seriös. Weder be-
hindert, noch tätowiert. Habe keine
angeborenen Defekte, auch keine anderen.
(Ei)n Spielunfall, mit Schädigung im
Rücken wurde wieder ausgeheilt, den
ich im Kindesalter hatte. Mit Wachs-
tumsende war ich wieder hergestellt.
Rücken ist ziemlich gerade.
Habe nichts gemacht, wofür Brustwarzen
ab müßten. Auch nichts wofür ich Page
tragen müßte oder Igelfriseur. Sonst habe
ich auch nichts gemacht. Kann es
mir ohne Mann und Kinder nicht
vorstellen.

This is England

Am Sonntag, den 24.03. gibt es nach längerer Zeit keinen Tatort in der Vowi, sondern den englischen Film This is England zu sehen.
Vielleicht auch ein Nachtrag zum letzten Quiz, bei dem England ein Thema war.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=H0jkv2bRFgQ]

Der Film wurde 2006 von Shane Meadows gedreht. Er handelt von der Skinhead-Subkultur zu Beginn der 80er. Premierministerin war damals Maggie Thatcher. Der Falklandkrieg und das Wettrüsten zwischen Ost und West waren außenpolitisch dominierend. In GB selbst wurde unter der erzkonservativen Thatcher radikal gespart, staatliche Großbetriebe privatisiert, Streiks ausgesessen und Resteuropa „links“ liegen gelassen. (Mir fällt dazu sofort die Pink Floyd-Platte The Final Cut von 1983 ein, die mit fast zerstörerische Nähe den Zustand Großbritaniens beschreibt.)
This is England wurde 2010 fortgesetzt. Der nächste Film spielt Mitte der 80er und schildert die Entwicklung der Helden.
Wir werden den Film auf Englisch mit Untertiteln schauen, den in der deutschen Synchronisation ist er steif und peinlich.

In der Blauen Stunde haben wir es ein wenig mit England. This is England ist der dritte englische Film nach The Damned United und Quadrophenia. Alle drei beschäftigen sich nicht mit der englischen Oberklasse, sondern mit der im weitesten Sinne Kultur der Unterklasse.

Amsel, Drossel, Fink und Star

TS-Film bewirbt den neuen Film Amselmann mit einigen Fotoschüssen von einem Dreh unweit des Frankfurter Güterbahnhofes, die seit gestern in der Vowi anzuschauen sind. „Amselmann“ soll im Sommer fertig werden und natürlich in der Vowi uraufgeführt werden.

Eine Kritik des Filmes wurde mir illegal zugesimst. Die Kritiker einer großen deutschen überregionalen Zeitung hat 2/3 Drittel des fertigen Filmes gesehen und dazu folgendes notiert:

…30 cm groß und rot, aber er kann auch brennen…
…sie haben nichts gesprochen – sie verstanden sich wortlos…
…Unmengen Fleisch auf dem Grill, aber keine Paviane…
…erst auf die Brust und dann auf den Kopf…
…Endless pain ist Scheiße…
…in der cloud liegt alles…

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Soll ich anlassen?

Die neue, von allen Seiten hochgelobte amerikanische Serie „Homeland„, in der es um die Verarbeitung des 11.09.2001 und den daraus resultierenden Ereignissen geht, schau ich mir sonntagsabends auf Sat.1 an. Die Macher standen sehr erfolgreich hinter „24„, einer Serie, in der ein Polizist mit allen legalen und illegalen Mitteln gegen das Böse kämpft, was durchaus im Sinne der damaligen Us-Regierung (Bush) war.
Heutzutage lässt sich die Schuldzuschreibung nicht mehr einfach festmachen. Schuld und Wahrheit sowie ihre moralische Bewertung sind verwirrender denn je verkettet.
Im Kontext dazu steht die andere gewaltige Serie aus den USA „Breaking Bad„, die ich sehr empfehlen kann. Sie gibt es zu großen Teilen in der Stadtbibliothek zum Ausleihen.

Zeitgleich läuft im ZDF die Serie Kommissarin Lund. Glücklicherweise kann man sich diese Folgen noch eine Woche nach der Ausstrahlung am Sonntagabend in der ZDF-Mediathek ansehen, aber immer erst ab 20.00 Uhr. Das Grundgerüst ist konventionell. Eine eigenwillige Ermittlerin untersucht einen Mord und gerät dabei immer tiefer in Machenschaften aus Politik und Wirtschaft. Beeindruckend ist, wie nun die Kommissarin geradezu wertfrei die Fäden auseinander knüpft, dabei Fehler macht und sich durch nichts abhalten lässt. Die einzelnen Erzählfäden spiegeln sehr glaubwürdig die dänische bzw. die europäische Gesellschaft wider.

Anfang März zeigt der Weltsender RTL 2 die zweite Staffel von „Games Of Thrones“ geballt an drei Tagen.

Unlängst verwies ich an dieser Stelle auf ein Buch:
Die Welt in 100 Objekten
Das Buch ist in der Frankfurter Zentralbibliothek zu finden.
Den Podcast auf Englisch kann man sich runterladen.
Auf Deutsch ist eine Box erschienen. Man kann sich mittlerweile mehrere Folgen beim Bayrischen Rundfunk anhören bzw. als Podcast herunterladen.
Alles drei sind sehr zu empfehlen.