Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Dazn, Oligarchen und Sanktionen

Frage per mail an:
Dazn, Bundesregierung, Bundeskartellamt, Deutsche Fussball Liga, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Kicker, 11Freunde, Deutschlandfunk

Hallo,
mein Name ist Karsten Maaß. Ich bin Pächter einer Kneipe in Ffm. und zeige seit vielen Jahren Bundesliga-Fußball, aktuell über Sky und Dazn.
Im Zuge der aufgelegten Sanktionen gegen russische Oligarchen habe ich bei Wikipedia über die Besitzverhältnisse des Sport-Streamingdienstes Dazn nachgelesen. Die Besitzverhältnisse sind kompliziert und vielfälltig.
Die Access-Gruppe,
die wiederum Leonard Blavatnik gehört, ist der Haupteigentümer.
Die Access-Gruppe muss sehr potent sein. Neben Deezer und der kürzlich an die Börse gebrachten Warner Brothers Group, gehört auch UC RUSAL,
einem russischen Aluminiumkonzern zu dessen Beteiligungen. Über diese Beteiligung gelangt man zu russischen Geschäftspartnern des Dazn-Besitzers Wiktor Felixowitsch Wekselberg und Oleg Wladimirowitsch Deripaska.

Auf der eigentlichen Access-Homepage habe ich die bei Wikipedia aufgelistete Beteiligung von UC RUSAL nichts gefunden.

Wie er an sein Vermögen gekommen ist und welche politischen Parteien, beispielsweise in den USA, er neben seinen philanthrophischen Aktivitäten unterstützt, interessiert mich in diesem Zusammenhang zweitrangig, aber auch.

Meine Frage lautet, ob der Dazn-Besitzer Leonard Blavatnik direkt oder indirekt mit russischen Oligarchen, die aktuell sanktioniert werden, geschäftlich verbunden ist und demzufolge ebenso sanktioniert werden müsste.
Ich kann dies aktuell nicht einschätzen. Bin allerdings in Sorge, dass es so sein könnte. Deshalb würde ich gerne Ihre Hilfe dazu in Anspruch nehmen, um eine ausgewogene Entscheidung zu treffen, ob ich weiterhin jeden Monat € 250,- ins Vereinige Königreich, um Dazn für meine Kneipe nutzen zu können, überweise.

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Maaß
Kneipe „Volkswirtschaft“
Jordanstraße 13
60486 Frankfurt

Petite Cuisine, 08.03.22

Geplant im März, aber nicht ganz fest!
08.03. Lasagne, Bolognaise und Pesto mit Nudeln
10.03. Cordon bleu mit Bratkartoffeln und Gemüse

15.03. Burrito, Linsensuppe
17.03. Vowi-Sandwich, Eintopf

22.03. doch schon mal Grüne Soße, weil dieses Jahr Ostern so spät ist?
24.03. Rinder (?)-Geschnetzeltes mit Pilzen, Sahnesoße, Nudeln

29.03. Chili con Carne, Chili sin Carne, Feijoada ?
31.03. Cordon bleu mit Getzen und Tomaten-Zwiebelsalat

Sehr bald!
Vor vierzig Jahren.
Fortsetzungsromanchen

Angedachter Versuch bei wärmeren Wetter!
Cuisine du dimanche:
einmal im Monat sonntags einfacher Mittagstisch mit Fab

Und schliesslich
wird da noch was, zum x-mal, von einem Straßenfest im Sommer gemunkelt

Und weil der Krieg sich nur kurzzeitig verdrängen lässt, muss man sich damit auseinandersetzen.
Ein Politologe erklärt Zusammenhänge.
Rückkehr zum Imperialismus? Herfried Münkler über Putins Großmacht-Träume
27.02.22, DLF

Petite Cuisine, 03.03.22

Was tun?
Helfen. Nachfragen. Hoffen.

Dekoder ist ein Online-Portal über Russland und Belarus. Finanziert via Stiftungen und Deutschen Staat. Für mich wichtige Quelle.
KRIEG IN DER UKRAINE – AKTUELLE LESEEMPFEHLUNGEN
Dekoder

Virtuelle Seiten eines politisch weit auf einer Seite stehenden jungen und unbekümmerten Journalisten. Mit besten Kontakten überall dahin, wo man vielleicht nicht gerade sein würde. Immer sehr interessant, wenn ich auch manches anders sehe. Die letzten beiden Podcasts.
Popular Front

Kurzurlaub auf O.

Da ich unfreiwillig zu einem Kurzurlaub bis mindestens Freitag auf einer der griechischen Inseln verweile, gibt es diese Woche keine Kleine Küche in der Vowi.

Als ich auf der Insel angekommen bin, erhielt ich einen ausgemacht freundlichen Anruf des Fremdenverkehrsamtes. Man fragte nach meiner Gesundheit, ob ich die drei Anis-Varianten der Insel probiert hätte, ob meine Familie auch im Urlaub wären
oder es sich überlegten nachzukommen. Auf meine Frage hin, warum man gerade mich anrief, wurde ohne Scham von meinem Alter gesprochen. Ich sei ja nun auch nicht mehr der Jüngste. Da seien 7-10 Tage Auszeit besser als diese ewigen Pastis-Orgien in einem mir bekannten Lokal. Den Anis als Pastis in Erinnerung, den Anis als Ouzo vor mir auf dem Tisch, den Anis als Raki gleich gegenüber auf dem Festland nicht unerreicht fern, fremdelte ich immer weniger. Die anderen schleimlösenden Varianten des Anis als Schnaps, wie Absinth oder Sambuca, interessierten mich ausnahmsweise nicht.
Und schließlich gab man mir die Abreisezeiten durch. Der frühste sei am Samstag per Schiff. Ich behielt meine Seekrankheit für mich. Nur die peinvollen Erinnerungen, dass der Sprung, am Ende der Welt in die gefährlichen Strömungen zu den vorgelagerten Inseln damals als alleiniger Ausweg erschien. Orchestriert durch das Jauchzen der Kinder bei jeder neuen Welle, die das kleine Boot spielend hoch und runter geradezu fliegen ließ.

Hier die ersten Aufnahmen aus dem fernen O. Am Ende sieht man mich trinkend, glücklich fest auf der Erde stehend, den Hafen in Sichtweite, die Seekrankheit im Nacken.

Schwankschwindel

Nachtrag zum Verfall

Post von der Hausverwaltung: von „Kontantin der einen Opel fuhr“ A. D. 1453. Weitergeleitet von Mehmed II mit späteren Grüßen von Süleyman I. und Hürrem, wie man mit alten Dingen umgeht, sie umwandelt, neues baut, diese bewahrt oder nichts macht:
… Bzgl. der abgebrochenen Teile der Hausfassade (Jordanstr. 13) bitten wir Herrn M… diese nicht zu entsorgen, sondern aufzubewahren. Hier wird sich jemand mit Herrn M… in Verbindung setzen …
Und so lese ich aus der Zukunft heute meine Vergangenheit später, und des Nachts träume ich vom Tageswerk und beim Aufwachen denke ich, das kann doch nicht alles wahr sein, sei es erfunden, etwas freier nacherzählt, erlebt, geträumt oder längst vergessen:

Noch im Wasser, noch im Sand
klebt der Zucker was zusamm’n (sorry auch im Traum passt ja nicht immer alles auf den ersten Reim)
…
Verwelkte Blume, Gebrochener Stein
Das Haus der Heimat ist nicht fein
…
Ist die Stadt dann autofrei,
park ich den Tesla gebührenfrei
…
Das Butzenglas trübt doch die Sicht
Wo ist der Jordan in dieser Gischt
…
Wackel nur Caya, los der Leine
und bell dem Bürgermeister deine Reime

Am Sonntag bleibt die Kneipe zu.