Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Petite Cuisine, 02.06.26

Petite Cuisine im Juni

– [x] 02.06.
Nudelsalat mit Frikadelle
Grüne Soße mit Ei
Linsensuppe und Kartoffelsuppe mit Rindswurst
– [x] 04.06.
Lasagne
Gemüselasagne
Cordon bleu mit Pommes

– [x] 09.06.
Nudelsalat mit Frikadelle
Cordon bleu mit Pommes
Linsensuppe mit Rindswurst
– [x] 11.06.
Ausnahmsweise keine Kleine Küche, weil ich nicht da bin.

– [x] 16.06.
Tofu-Sandwich
Club-Sandwich
Kartoffelsalat mit Frikadelle
Linsensuppe mit Rindswurst
– [x] 18.06.
Backfisch mit Pommes, dazu Gurkensalat
Frittierte Tintenfische mit Pommes und Aioli
Cordon bleu mit Pommes

– [x] 23.06.
Grüne Soße mit Ei
Linsensuppe (veg.) mit Rindswurst
– [x] 25.06.
Geschnetzeltes mit Zucchini und Pilzen, dazu Reis
vegetarische Gemüsepfanne
Cordon bleu mit Pommes

– [x] 30.06.
Feijoada
Linsensuppe (veg.) mit Rindswurst
– [x] 02.07.
Grüne Soße mit Ei
Cordon bleu mit Pommes

– [x] 07.07.
Lasagne
Gemüselasagne
Soljanka
Linsensuppe (veg.) mit Rindswurst

Danach bin ich im Urlaub
Am 04.08. bin ich zurück.

Früher am Tresen

Wenn ganz früher am Tresen zu später Stunde ein Gast nach langen Diskussionen über Weltfrieden, Eintracht, Biergeschmack und Popmusik feststellte, dass (nochmal) früher vieles besser gewesen sei, hätte mindestens einer gesagt,
Opa jetzt ist mal gut, Trink aus und geh nach Haus.
Heutzutage ist es so, erklärte mir dagegen neulich ein Gast, dass er sich beispielsweise ausgesprochene Empfehlungen von früheren, heutzutage aus gestreamten, Künsten nicht mehr merken würde. Früher hätte er sich die nächste Kippe angezündet. Heute würde er den Wirt nach Strom für seinen Vapor fragen und sich unauffällig einen Snooze in den Mund schieben. Die Erklärungsversuche seien doch genauso hohle Kunst- oder Ersatzprodukte, die im Zweifel viel Dampfen oder weit mehr nikotinisieren, wie klassische Kippen. Warum man etwas als gut und schön empfindet, würden aus Allgemeinplätzen, Superlativen und ständigen Bedanken bestehen, so der Snoozer. Darauf gab ich zu bedenken, ob er da nicht die Höflichkeit der Mitmenschen mit seinem Ekel vor der Welt verwechselt, galoppierte er wie folgt:
Die scheinbare Angst beim Knall der Peitsche, die Pferde mit ihren Scheuklappen antreiben, schafft Aufmerksamkeit. Leider tröpfelt sie, nach der ersten Erregung, aus, weil kein Leben in der Bude ist. Denn wer würde sich schon eine Serie anschauen, die erklärt, warum industriell gefertigte Massenbiere (Binding, Bitburger, Oettinger, Krombacher) unterschiedlich schmecken.
Deshalb merke er sich in letzter Zeit Serien zum Sehen, wie
Euphoria (noch als DVD bis zu 2. Staffel, über das Altern im Jungsein)
Hundert Jahre Einsamkeit (Netflix, nach dem Roman von Gabriel Garcia Marquez)
The Get Down (Netflix, 70er, New York, Anfänge des Hip-Hop)
The Deuce (70er, New York, Anfänge der Pornoindustrie)
oder,
so der nächtliche Gast weiter,
er schaue die neuen Ramadan-Serien an, die es oft auf YouTube mit englischen Untertiteln gibt.
Er würde aus Syrien „Mawlana“ empfehlen.
Einer am Tresen meinte promt zu meinem Gast, dass er doch gar nicht so aussehe.
Ich drängelte mit einer letzten Runde „Mexikaner“ dazwischen, um schlussendlich, ich verwies auf die Uhrzeit, für heute zuzumachen. Morgen wieder. Alle akzeptierten.
Bei Hinaus-Komplementieren erwähnte der snoozende Gast, auch Fan japanischer Samurai-Serien aus den 60er und 70er Jahren zu sein.
Ich nickte und stellte mir die rhetorische Frage, ob ich dass irgendwann vermissen würde, wenn dies alles hier in meiner Erinnerung unter „Früher“ zu finden ist.
Morgen wieder! Ich schloss ab und bog gedanklich ab zur Brigadefeier der schunkelnden Mitarbeiter der Serie „Die Frau hinter dem Ladentisch“. Biederkeit gepaart mit witzigen Stürmen im sozialistischen Wasserglas, und jetzt aber alle ins Bett – Kinder! Ich band mir die Schürze ab.