Kategorie: Bewegungen

Sportive Sachen -eigentlich Fußball-

Sonntag, 21. 7. 2002

Irgendwie ist nichts passiert, was Erwähnung finden könnte in der letzten Woche. Vielleicht jeweils ein philosophisch anmutender Satz von O. und H., die ich allerdings bereits wieder vergessen habe. Dann gibt es die neue CD von den Red Hot Chili Peppers, die öfters als Musik gewünscht wird. Des weiteren ist es mir möglich -Dank des Uschies- auf einem Rennrad zu fahren. Der Unterschied zu meinem Fahrrad ist enorm. Wenn ich wieder auf ihm fahre, nachdem ich auf dem Rennrad den Feldberg hoch und runter gedüßt bin, komme ich mir wie ein alter Mann auf einem Hollandrad vor.

Die neue Speisekarte soll nächste Woche fertig werden. Ab dann wird es einen spanischen Rotwein im Angebot geben und den bekannten Che-Whisky Ardbeg.
Im Merchendising-Bereich wird ja die Vowi auch aktiv. Es wird als ersten Versuch schwarze V-Ausschnitt T-Shirts geben mit dem Logo der Volkswirtschaft.
Neue Bilder kommen wahrscheinlich nächste Woche an die Wände. Der Leipziger Maler Jörg Bock zeigt dabei mittels Playmofiguren, nackten Frauen, Papierfaltbooten u.a. sein Verhältnis zu griechischen Antike auf.
Ende August sollen Cocktails gerreicht werden und 3/4 Weich spielen unplugged und ohne Alkohol zum Sommerschlußverkauf auf.

IM Vowi

Sonntag, 30.06.02

Schön ist, daß der Fußball jetzt vorbei ist. Es war beeindruckend und natürlich auch beängstigend, wieviele Gäste schon weit vor der Dunkelheit ihr Pensum mit Freuden begrüßen. Und der Höhepunkt waren sicher die Deutschlandspiele. Hier floß der Schnaps und der Saure in Strömen, hier stolperte ein vollkommen Betrunkener an seinem jüngeren Schützling vorbei, hier wurde Liedgut nicht gesungen, sondern gebrüllt.
Fazit: hier bin ich glücklich – hier will ich sein.

Als Olli Kahn ohnmächtig im Waldstadion lag, in meiner Erinnerung beim aktuell letzten Spiel der Eintracht gegen die Bayern, tobten viele im Block vor Freude und belegten und beschimpften ihn, wie immer, nach Strich und Faden. Heute ist er unser Olli, der unsere Mannschaft anführt und alle freuen sich.
Fazit: meine Fahnlein häng‘ ich in Wind und freu‘ mich, wie ein Kind.

Jonathan der sächsische Juniorchef sah das Finale zu Hause. Nach den Gegentoren hielt er sich die Ohren zu, um nichts mehr von brasilianischen Angriffen zu hören, beschimpfte den Schiedsrichter, der Michael Ballack die zweite Gelbe Karte gegeben hat. Nach dem Spiel weinte er bitterlich und war kaum zu beruhigen. Nur die dennoch statt findende Feier auf den Straßen konnte ihn beruhigen. Meine Fahnen-Antiphatie konnte er überhaupt nicht verstehen und schlug vor sie mit DDR-Elementen zu schmücken, um sie mir bekannter zu machen.
Fazit: auch Verlieren, muß gelernt werden.

Ich mußte mir auch ganz hinten eine Träne wegwischen, als ich die Jungs -nur im Fernsehen- bei dem überschäumenden Empfang zugeschaut habe. Eigentlich wäre ich auch gerne dabei gewesen.
Fazit: nur Mut lieber Wirt die nächste WM kommt bestimmt.

IM Rudi

Sonntag, 16.6.2002

Es gibt nichts wesentliches, was der Chronist festhalten sollte, denn der Fußball bestimmt alles. Vielleicht ist es wichtig zu erwähnen, daß die ersten Schnäpse schon 9.50 Uhr am morgen verlangt wurden. Wieder stellten Frank, Hans und Eggo einen neuen Weltrekord auf (Dr. Flotte wir kommen!).
Dennoch ist es immer wieder schön den Verlauf der Spiele auf den Gesichtern der Gäste abzulesen. Soviel Inbrunst, Angst, Schwachsinn, Freude und Gelassenheit sind selten auf einmal zusammen. Genauso beeindruckend sind die Sprüche und Kommentare zu den Spielen. Hier wechseln sich Albernheiten, geistereiche Redensarten, wodkagedrängtes unklares Gebrüll und stilles Genießen ab.
Mein Fazit lautet, daß viele gerne Fußball schauen, aber die wenigsten (einschließlich meiner selbst) letztendlich eine Ahnung davon haben. Vielleicht macht das gerade den Reiz aus.

IM Vowi

Sonntag, 9.6.2002

Am Dienstag und Mittwoch wird die Vowi ab 8.30 Uhr offen sein. Ansonsten ist bis zum Freitag ab 11.00 Uhr geöffnet. Ab dem Achtelfinale (Samstag, der 15. Juni) zeigt die Vowi alle Spiele.

Hier noch ein Stück Realsatire, welche fast eine Art Fabel auf den Fallschirmspringer aus Münster sein könnte:
Die Vowi Freitagnacht. Vor und hinter dem Tresen sitzen die üblichen Verdächtigen. Ein junger Mann im Anzug kommt herein, verlangt nach einem Apfelwein und fängt an mit reden, wobei er immer wieder aufs neue provoziert und permanent Streit vom Zaun brechen will, um -nur so kann ich es mir erklären- im Mittelpunkt zu stehen, bis er eine Grenze überschreitet und die möglichen Konsequenzen tragen muß:
„Ist das eine Studentenkneipe? Sind Sie alles Studenten oder was“
„Nein. Wir sind fast alle keine Studenten. Du siehst recht studentisch aus – wie ein VWLer vielleicht.“
„Läuft Ihre Kneipe gut? Die Studenten können sich viel leisten. Sie machen nichts und haben Geld oder?“
„Keine Ahnung. Die Kneipe läuft so gut, weil ich so unheimlich cool bin und immer seit Jahren alles richtig mache.“
„Woher kommen Sie (gemeint ist der Wirt)? “
„Rate doch mal! Bin ich ein Bure aus Südafrika, ein Rußlanddeutscher aus Wladiwastock oder ein Sachse aus Roßwein?“
„Aus Sachsen. In Sachsen gibt es die schönsten Mädchen.“
„Vielleicht würde Dir eine Frau auch mal ganz gut tun.“
„Ist das eine Schwuchtelkneipe?“
„Das ist scheißegal und selbst wenn Du die größte Schwuchtel heute Abend in der Vowi bist, ist dies noch lange kein Grund so bescheuert zu reden.“
Ein junger, leicht untersetzter Bursche kommt rein und will Bier für außer Haus kaufen. Er kennt sich gut in Bockenheim aus. Unser „Held“ stellt ihm die rhetorische Frage:
„Sind sie Moslem? Diese haben hier keinen Eintritt!“
Darauf nimmt der Wirt den Apfelwein, schüttet ihn in den Ausguß und schmeißt unseren „Helden“ raus. Er stiefelt in Richtung Bockenheimer Warte, verfolgt von dem jungen untersetzen Burschen auf einem klapprigen Fahrrad. Dessen Freunde, die sich gerne nachts in der Ladengalerie Lpz. Straße treffen, hätten sicher noch viele Fragen an unseren „Helden“. Vielleicht aber auch nicht. In der Zeitung stand darüber nichts am nächsten Tag.

IM Vowi

Sonntag, 2.6.2002

Am Sonntag, den 8. Juni zeigen wir früh 4.00 Uhr den Boxkampf zwischen Lewis und Tyson.
Die Vowi wird also an diesem Tag ewas länger offen haben.

Die Fußball-WM zeigen wir täglich ab 11.00 Uhr.

Unseren Mittagtisch könnt Ihr Euch in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 12.00 bis 15.00 Uhr schmecken lassen.

Eine Bitte noch: Verstellt, wenn Ihr draußen sitzt, nicht den gesamten Gehsteig mit Stühlen. Die Leute müssen noch durch kommen. Es gab eine Beschwerde eines netten Nachbarn, der zwischen den Fahrrähdern und den geparkten Autos kaum Platz zum Laufen fand. Der Gehsteig, welcher an sich dafür vorgesehen ist, war voller Stühle. Selbstverständlich werden wir auch ein Auge darauf haben.

Den ganz großen Fußball haben wir noch nicht gesehen. (Es waren ja erst acht Spiele an drei Tagen.) Dafür gibt es aber andere Höchstleistungen in die ewige Saufchronik aufzunehmen:
Anläßlich eines jeden Tores unserer Nationalmannschaft tranken drei langjährige Nationalspieler der Vowi (Eggo, Hans, Frank) jeweils drei Wodka synchron. Ein neunter Schnaps galt dann schließlich Eddie, der sich nach London verabschiedete.
Das erste alkoholische Getränk am Tage in der Vowi nahm Andi (Argentinien) um 7.33 Uhr ein, Olli T. (Uruguay hat keine Küste) folgte gegen 9.10 Uhr, Olaf (Saudi-Arabien) schloß sich als Dritter gegen 9.20 Uhr an, gefolgt von Alifra und Stephan (Rußland) um 9.38 Uhr. Erst acht Minuten später schwang sich Knutinger (Paraguay oder Ecuador), den viele für den Favoriten hielten, in den Ring. Dennoch gilt allen unser Respekt. Respektlos lachen kann man über die Aussage von Versicherungs-Thomas, daß es keine kleinen Mannschaften mehr gäbe. Er meinte dies vor dem Deutschland Saudi-Arabien-Spiel.

Manchen Leuten kann man es nie recht machen – bei manchen Leuten kommt jede Hilfe zu spät: So gesehen bei der Post auf der Zeil. Ich stand in der Schlange, um ein paar Marken zu holen und hatte Muße, zwei Telekommangestellte zu beobachten, die immer wieder aufs Neue versuchten, ein Werbeschild aufzustellen. Die beiden sahen in ihrem mausgrauen Anzug bzw. Kostüm so bieder und behäbig aus, wie man sich die Post oder die Telekom vorstellt. Seine Halbglatze hätte auf eine hohe Potenz schließen können. Allerdings würde er bei seiner Kollegin kaum eine Chance haben. So wie man seine Lippen zusammenkneifen kann, so verkniffen würkte ihre Erscheinung. Er war ein wenig drahtiger, aber ich wurde den Eindruck nicht los, daß er ernsthaft dachte, er sei wichtig in seinem „Job“. Ich bekam schließlich meine Marken und flog mit meinem gelben Raumschiff auf einen anderen Planeten nach Bockenheim.

IM Vowi

Sonntag, 17.3.2002

In Zunkunft wollen wir einmal im Monat etwas Kleines machen, was über den normalen Kneipenalltag geht. Wir denken da an Musikdarbietungen, Doppelkopf- und Flipperturniere und Lesungen. Im April könnten wir damit starten. – mit ewas sportlichen, was all unseren vielen Apfelsaftschorlentrinkern gefallen würde.

Wie wir zur Fussball-WM im Juni öffnen werden, ist immer noch im Detail unklar. Eine Möglichkeit wäre zum zweiten Spiel ab 11.00 Uhr offen zu haben. Alles -also ab 8.30 Uhr- zu zeigen ist vom Personal her eigentlich nicht möglich. Dennoch bieten sich auch andere Lösungen an. Noch denken wir darüber nach. Ein Tippspiel soll es auf jeden Fall geben.

Für heute gibt’s nichts mehr – ich habe‘ noch irgendwie Muskelkater vom Renovieren. Vielleicht auch besser so, denn sonst hätte ich nur Anstößiges zu berichten.

IM-schwachbrüstig

Sonntag, 16/12/2001



Eigentlich wollte ich mich weiter über Kurzgebratenes und Glühwein auslassen. Aber jetzt wird es Zeit für die Jahresbilanz und für einen Blick in die Zukunft.
Bier ist und bleibt (im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt) das meistverkaufteste Produkt in der Vowi. Unsere Weine können bestehen. Gerade in den letzten Monaten wurden alle Weine (sogar der Rosé ) gerne verköstigt.
Im Schnapssegment gab es Veränderungen. Seitdem „Hausi“ ins Hausener Exil gegangen ist, werden zum einen die Mülltonnen von uns zur Leerung rausgestellt, und die berühmte Averna-Schorle ist zu einer Randexistenz verkommen. Dafür wird neuerdings Jägermeister (ein Prosit an die IQB und den Convent) flaschenweise getrunken. Selbstverständlich liegt auch der Saure (ein Prosit an die Veranstaltungsmänner) hoch im Kurs, dessen Geheimrezept Vera nicht mal unter Folter preisgeben würde. Tequila pur oder als Mixgetränk muß einen unendlichen Reiz verströmen. Ein Prosit an Jürgen, der nicht nur dieses Getränk besonders gerne trinkt, sondern auch Karsten den wirklichen Unterschied einer Jack Daniels-Cola und einer beispielsweise J & B-Cola sehr plastisch erläutert hat.
Natürlich gab es auch neue Getränke: die Klinki-Schorle (ein Prosit auf Klinki) fiel mir durch ihre besonderen Bestandteile auf (Krusovice dunkel, Cola und Wodka mit dem Strohalm gerreicht). Wiederum wäre dieses Getränk nicht enstanden, zum einen durch die Post im allgemeinen und der guten Ratschläge der Essigs im Besonderen (darauf natürlich ein Prosit).
Unsere sehr nette allsamstägliche Fußballrunde, die manchmal schon am Freitag anfing, wenn sich Harry als Pfälzer die Beschimpfungen von uns so schlecht spielenden Eintrachtfans anhören mußte (ein Prosit auf Harry) hatte immer ihren Charme. Die zur Fussballrunde gehörenden bedürften eigentlich alle eines extra Prosits, denn wir sahen so manch schlechtes Spiel, wir kreierten so manches neues Getränk (Rosicky-Schorle, Koller-Schorle, Pauli-Schorle, Schalke-Schorle) und hatten auch sonst viel Spaß und gerade im September einige sehr enste, aber gute Gespräche über Politik (ein Prosit an Ed). Niko, der Tippspielerster in der Winterpause und unverwüstlichste Gast dazu, der Karsten einmal souverän aus der Patsche geholfen hatte, muß natürlich ein Extra-Prosit und nochmals ein großes Dankeschon erhalten.
Frikadellen gehen eigentlich besser als Schnitzel. Soljanka wird immer noch gegessen. Spaghetti Bolognaise muß geliebt werden, denn warum essen es sonst so viele Gäste. Der Kiba-Flip-Tee hat dem Nana-Minze-Tee fast den Rang abgelaufen.
Über den bzw. die schönste Wirt/in muß ich – so glaube ich- nichts sagen, weil es eh jeder weiß. Oder?
Wer nun der netteste, hübscheste und trinkgeldfreudigste Gast war, ist ein Dienstgeheimnis. Aber eigentlich -frei nach Erich Mielke- lieben wir Euch alle! Und weil mir dies so gut gefällt, lege ich noch einen drauf -ganz dialektisch-: was wäret Ihr ohne uns, aber was wären wir ohne Euch! Darauf ein Prosit!
Unserem mongolischen Baby (ein Milch-Prosit) im Nordend könnte es besser gehen. Aber welche Eltern sind schon perfekt?

Am 1. Februar im nächsten Jahr feiert die Vowi ihr Fünfjähriges-Jubiläum. Dies werden wir entsprechend begehen.

Zur Fussball-WM zeigen wir alle Spiele, was heißt, daß wir ab 9.00 Uhr in dieser Zeit öffnen werden.

Annsonsten gibt es für die Zukunft nicht viel, denn wir machen da weiter, wo wir am 30.12.01 aufhören werden. Am 31.12.01 und am 01.01.02 ist zu. Und am 02.01.02 geht es ab 17.30 Uhr in Euro wie immer weiter. In der fussbalfreien Zeit, jetzt ab Samstag, wird bis zum 30.12. jeweils von 20.00-01.00 Uhr geöffnet sein.

Zum Schluß möchte ich mich noch mal ausdrücklich bei den Förderen und Freunden der Volkswirtschaft e.V. bedanken. Die Brigade Höhl und Moni haben uns mit sehr viel Rat und Tat und Herzblut zur Seite gestanden.

Schöne Weihnachten


IM netsrak

Sonntag, 21/10/2001



Natürlich wißt Ihr da draußen alle weltweit, was ein „Hütchen“ ist. Dummerweise gibt es in der Vowi auf der Karte keine „Hütchen“, wie es auch aus gutem Grunde keine kleinen Schluckflaschen, wie Pfläumchen, Kümmerling etc. gibt. Dennoch wurden sie bestellt. Als Ersatz wurde Jacki-Cola -also Jack Daniels mit Cola- angeboten. Dieses Getränk gibt es im Whisky-Glas, aber auch im Longdrink-Glas für DM 8,80 mit 4 cl Whisky mit mehr oder weniger Cola, mit und ohne Eis. In diesem Falle gab es -ich nehme an auf Wunsch- die „Hütchen“ im Weinbrand-Glas zum Sonderpreis für DM 7,60. Dieser Preis rief aber dennoch Proteste heraus. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht warum.
Ein „Hütchen“ ist übrigens -so habe ich es mir mal erklären lassen- ein Asbach Uralt mit Cola im Weinbrandglas mit 2 cl Asbach. Übersetzt in Vowi-Preisen würde er ungefähr DM 4,50 kosten.

Samstagnachmittag in der Vowi: auf Premiere laufen alle Samstagspiele. 15-30 Leute kommen und wollen Fußball sehen und dazu etwas trinken. Ich glaube, sieben Spiele gibt es an diesen Tag. Dies bedeutet, daß es theoretisch vierzehn verschiedene Fans geben kann. Jeder möchte seinen Verein sehen und bitte schön nicht schon wieder die arroganten Bayern, die mittelmäßigen 1860er, die spielschwachen Paulianer, die jungen Kölner, die reichen Dortmunder, die brasilianischen Leverkusner usw. usw. Natürlich, wenn die Eintracht in der ersten Liga spielt, zeigen wir die Eintracht – auch wenn sie mit mehreren Toren zurückliegt. Oft gib es einen Konsens, was gesehen wird. Dennoch, wer laut schreit, wird eher wahrgenommen. Und so muß der Wirt entscheiden und hat praktisch keine Chance. Er ist immer der „Arsch“ und muß den Spott ertragen, im Notfall vielleicht zwei drei colatrinkende Gäste vergraulen. Der Rest bleibt, mault, und irgendwie wird der Wirt erweicht, und man spühlt sich den Ärger oder die Freude mit einer Pauli-Schorle (Kristallweizen mit Sprite), einem Schalker-Light (Radler) oder einer Rosiezky- oder einer Koller-Schorle (Krusovice hell oder dunkel) herunter.


IM Erwin Skela

Sonntag, 12/08/2001



Als Wirt weiß ich ja um so manches Geheimnis unserer Gäste und Freunde. Da könnte ich viel erzählen über Fehltritte, Fettnäpfchen, Versuchungen, Angebote, peinliche Witze, Biederkeiten, Lügengeschichten, unbezahlten Deckeln aus dem Jahre ’98 von R. und T. (insgesamt über DM 700,-), freudigen Ereignissen, Schlafen auf dem Vowi-Klo, Kratzern auf den Vowi-Klodeckeln, Gerüchen usw. Um die Schamröte in den betreffenden Gesichtern nicht zu erleben, schweige ich lieber oder erzähle nur immer ein ganz klein wenig.

Gewalt in der Vowi:
Letzten Montag schlug irgendein Depp wahrscheinlich mit seiner Faust die Außenscheibe des hinteren Fensters ein. Zum Glück passierte nichts, außer daß er sich dabei wahrscheinlich die Hand blutig geschlagen hat. Unsere Gäste verhielten sich vorbildlich. Anstatt die möglichen Fluchtorte des „Verbrechers“ zu stürmen, eskortierten Sie Vera – die Göttin und Chefin an diesem Abend- oder versuchten zu besänftigen.

Am letzten Donnerstag schwätzten die Brigade Höhl und Karsten geschlagene 4 Stunden über Fussball (Instinktfussballer, Kirsten, Bastürk, Zico, Horst Held, deutscher und nichtdeutscher Fussball, Bayern-Haß u. v.m.). Anlass war natürlich das letzte Spiel der Eintracht und die Diplomarbeit von Martin. Er schrieb im Fach Anglistik über die Fussballberichterstattung zur Fussball EM 2000 in der Sun und Bild am Sonntag. Ein spektakuläres Thema. Da Martin eh‘ ein sehr sachkundiger Fussballexperte ist („In der Rückrunde werden wir die Abwehr-Festung der Eintracht aus Rada, Bernsen und Sim bestehen und diese wird durch ihren maßgeblichen Rückhalt den Wiederaufstieg sichern!“), könnte er ja demnächst sein Werk in der Vowi vorstellen und dazu könnte man sich das Spiel England-Deutschland ansehen.



IM Ulf

Sonntag, 05/08/2001



Die Fussballmannschaft Erika, in der viele Gäste, Freunde und Angehörige der Vowi mitspielen, glänzte am Samstag beim Taras-Turnier in Sachsenhausen. Bis Redaktionsschluß hatte ich leider noch nicht alle Ergebnisse. Bei den ersten vier Spielen gewannen sie dreimal und verloren nur einmal. Alle spielten für ihr jeweiliges Können sehr gut. Stellvertretend möchte ich den Torhüter Veith hervorheben, der eigentlich ein Feldspieler ist und nur mangels eines richtigen Torwartes den Torhüter spielte. Er setzte Leib und Leben für die Erika ein und hielt manchmal fast heldenhaft.

Ed (God bless you!) unser einzigster afroamerikanischer Gast sorgt für Polarisationen in der Vowi. Er ist bekennender Bush-Fan und spricht sehr gut deutsch. Natürlich weiß er um die Bedeutung seines politischen Standortes und freut sich immer ein wenig, wenn die Meute aufheult. Mir fällt dabei immer auf, wie sich bei dem Thema Amerika die Geister in der Vowi scheiden. Für einen Teil unserer Gäste sind die USA ein diplomatisch gesagt merkwürdges Land, wo es von der Todestrafe bis zu einem sich schwer ausdrückenden Präsidenten alles gibt. Der andere Teil wundert sich durchaus darüber – ist aber bereit, dem Amerikanischen Traum eine Berechtigung zu geben und sei es nur, daß der allseits bekannte amerikanische Musiker Frank Zappa daraus eine immerwährende Inspiration erhielt, um daraus wunderbare Lieder zu machen.

Den Unterschied zwischen einer Jack Daniels-Cola (Jacki-Cola) und einer J & B-Cola erfuhr ich im Blind-Test – animiert durch Jürgen. Er – ein Profi, was dieses Getränk angeht – wollte mir zeigen, daß der Unterschied mehr als nur wie der zwischen Schmalzbrot und trockenem Brot ist. Und ich mußte ihm rechtgeben. Jack-Cola schmeckt schlicht und ergreifend zum Kotzen. Dagegen ist J & B-Cola (man kann auch einen anderen europäischen Whyski dafür nehmen) für den Gaumen annehmbar. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viel eigenwilligere Mischungen, wie Korea (Apfelwein und Cola) oder Rotkohl (Rotwein und Cola).
Prost!



IM Südstaaten Redneck