Kategorie: Bewegungen

Sportive Sachen -eigentlich Fußball-

Ham Cuisine, 28.04.22

Zwei bis drei Verweise seines Lieblingsvereins finden sich laut:
https://www.loudersound.com/features/iron-maiden-somewhere-in-time-artwork-details
und
https://en.wikipedia.org/wiki/Somewhere_in_Time_(Iron_Maiden_album)
auf der Album-Hülle.

In seinem mäaßigen Deutsch dichtete Steve mir folgenden Stolperreim:
Ob Sauerampfer, ob Schnittlauch, die Eintracht haben nur wir drauf!
Ob Borretsch, ob Pimpinelle, ich muß mal auf die schnelle!
Ob Freiburg, ob Mainz, die Eintracht läuft jetzt heiß!
Ob Kerbel, ob Kresse, nun iss und halt die Fresse!
Mit Olli und dem Didi, die Eintracht singt bald in Mancity!

Petite Cuisine, 19.04.22

Nachtrag zum Spiel der Eintracht gegen Union.
Es geht nicht um unsere schlechte SGE am Sonntag, sondern um vergangene Zeit. Vor etwa fünfunddreißig Jahren in der DDR-Oberliga-Saison 1987/88, als mancher auf dem Kopf mehr Haare hatte oder vorne kurz und hinten lang trug, hielt Union im letzten Spiel gegen Karl-Marx-Stadt die Klasse.
Ein Dokumentarfilm der DEFA (DDR-Filmstudio) zeigt davon ausgehend unfreiwillig die Gemengelage der späten DDR. Noch wird alles gedeckelt, mindestens wird es versucht, durch die Staatsmacht. Aber kaum fällt der Deckel wenige Monate später, implodiert das alte System wirtschaftlich und moralisch. Die Reste werden treuhänderisch kapitalistisch verwertet.
Viele Gedeckelte sind resigniert in den Westen abgehauen, wie ich.
Oder die wenigen aus moralischen Gründen Gebliebenen, sahen sich verwundert um, weil ihre demokratischen Diskussionsforen, kaum geschaffen innerhalb von Tagen, politisch obsolet waren.
Oder die vielen unentschlossenen, angepassten, ängstlichen, nörgelnden Gebliebenen interessierten sich ausschließlich für Videorekorder, Marlboro und Westautos.
Oder die jungen Gebliebenen – in Wirklichkeit Verlassenen – schlugen auf alles mit allem ein, weil die roten Linien verblassten, die Warnschilder eingetreten waren. Eigentlich aber entpuppte sich die Kindheit als samtene Hölle, und die Zukunft war ungewiss. Einer, der diese Wucht von beiden Seiten an den gleichen Orten meiner Kindheit, die ich eine paar Jahre älter vorher verlassen hatte, erlebt hat, fasste diese Zeit um 1990 im Titel seines Romanes „Als wir träumten“ zusammen.
Dies alles lässt die Doku erahnen: DDR-Muff, Bierseligkeit, Vereinsmeierei, Empörung, Aggressivität, Religiosität.
Diese Vergangenheit, im Form der Hymne von Nina Hagen und der DDR-Geschichte des sich in meinem Alter befindlichen Union-Präsidenten Dirk Zingler spielt bis heute eine gewisse Rolle. Interessiert immer weniger. Mich schon.

… und freitags in die „Grüne Hölle“
DEFA-Dokumentarfilm, 1989, Regie: Ernst Cantzler
Am 28. Mai 1988, nachmittags, passierte in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) das Wunder: in der allerletzten Minute des letzten Punktspiels der Oberliga-Saison rettete sich der 1. FC Union mit dem einen Siegtor zum 3:2 vor dem Abstieg. Während der Oberliga-Saison 1987/1988 begleitet ein Filmteam der DEFA einen der zahlreichen Fanclubs des 1. FC Union Berlin mit der Kamera. Der Film zeigt viele persönliche Momente zwischen Sieg und Niederlage. Eine imposante Dokumentation – nicht nur für Fußballfans.

Info über die Doku

Podcast aus Unionumfeld über die Doku

Union Präsident Dirk Zingler erklärt, warum er als Jugendlicher, anstatt den verpflichteten anderthalb Jahre Wehrdienst bei der DDR-Armee, sich freiwillig einen dreijährigen Wehrdienst beim Wachregiment des Ministerium für Staatssicherheit angetan hat.

Zeitgleiche Aufnahme einer Gesprächsrunde bei Union 06, dem Westberliner Ableger von Union mit viel Lokalkolorit und zu viel Geschichten und Namen. Erinnert an Tresengespräche der Vowi, wenn es um die Eintracht geht, dennoch im Ton gar nicht weit weg.

Ostern ist offen.

Ostern ist offen.
Karfreitag ab 17.00, Karsamstag ab 15.00, Ostersonntag ab 15.00, Ostermontag ab 17.00

Im Gegensatz zur Downing Street kann hier immer, auch karfreitags, getrunken werden.
Mary Elizabeth „Liz“ Truss, die fast zehn Jahre jünger als ich ist, hat nicht u.a. den Geburtstag ihres Chefs mitgefeiert, weil sie nie da war. Unterwegs für ihn.
Patricia Lee „Patti“ Smith, die zwanzig Jahre älter als ich ist, hat sich vor 44 Jahren mit einer Osterbotschaft geäußert.
Weder ihr Schirm noch all das, was Mary Elizabeth „Liz“ Truss in ihrer Tasche mitführen kann, würde helfen, Patricia Lee „Patti“ Smiths österliches Gedankengut abzuhalten, wegzuwischen, aufzufangen.
Ein Ring am Ringfinger der linken Hand bei beiden Frauen scheint mir die einzige Gemeinsamkeit rein äußerlich zu sein. All das, was beim Foto der Schallplattenhülle von Patricia Lee „Patti“ Smith mehrdeutig ihre Sexualität anspricht, wirkt bei Mary Elizabeth „Liz“ Truss, strengstens geschützt, überdimensional in Szene gesetzt als besonders wichtig, gemeint staatsmännisch, dennoch sehr weiblich. Die englische Schriftstellerin Hillary Mantel, die drei dicke Romane über Aufstieg und Fall des Staatsmannes Oliver Cromwell (Mittelalter in England, Heinrich der 8., der mit den vielen Frauen) geschrieben hat, bezeichnete diese zur Schau getragenen Taschen als rotierenden weiblichen Außenbordmotor eines bestimmten Körperteils.
Platz lassend für den PS-starken Motor der Mary Elizabeth „Liz“ Truss schaute ich voller Passion auf Patricia Lee „Patti“ Smith und verschwand in die Küche, um was zu kochen. Kein Fisch. Grüne Soße, wenigstens aus Deutschland, französische Kartoffeln, Schweineschnitzel aus dem Vogelsberg und Eier hatte ich unterwegs vom Osterhasen. Er war himmlische Erscheinungen schauend in einer Stadt mit drei z. Und von heute an reden wir über das Gründonnerstags-Wunder. Ab 17.00.

Bazzelona Cuisine, 07.04.22

Geschrei und Gesänge sind von dort, wo es Lerchen beim Bäcker gibt.

Petite Cuisine April
Geplant, aber nicht ganz fest!

05.04. Lasagne, Gemüselasagne, Kartoffelsuppe
07.04. Bazzelona: Gulasch, Frikadelle/Cordon bleu mit Kartoffelsalat

12.04. Tintenfische mit Dip, Linsensuppe, Nudeln mit Pesti
14.04. Bazzelona: Grüne Soße mit und ohne Schnitzel, Salat

19.04. Quarkkeulchen mit Apfelmus, Salat, Omelett (vier Eier, Kartoffeln, Gemüse und Schinken)
21.04. Rösti mit Zwiebel-Rahm-Soße, dazu Hackbraten und Möhren

26.04. Blumenkohl-Hackfleisch-Kartoffelauflauf, Gemüsekuchen
28.04. Feijoada, Cordon bleu mit Getzen, Soße und Salat

Geh ma!

Früher wurde ich hinterm Tresen gefragt, was ich so studieren würde. Heute, ab und zu, werde ich gefragt, ob ich neben der Kneipe noch als etwas anderes arbeite. Ich sei ja gar nicht so oft hier und neuerdings so lange im Urlaub. Dann verneine ich ich brav und beteuere, dass der Kneipe meine ganz Aufmerksamkeit gehört. Innerlich schüttele ich müde den Kopf und fange an aufzuzählen, was die Kneipe noch so beinhaltet. Ist wie die Konsequenzen bei zu viel Bier. Sieht man nicht. Gehört aber dazu. Bei mir füllt dies im Laufe der Zeit Ordner mit Briefen, archivierte Mails und Telefonprotokolle:
Ein Beispiel. Tatsächlich nur eine kleine und nervige Nebengeschichte:

Ich erhielt eine Mail von der GEMA am 08.08. mit Zahlungsforderung von knappen 200,- für die Übertragung der Fußball-EM vor der Kneipe.
Ich erinnere mich, dass es vor der EM einen Brief der GEMA gab, worin darauf hingewiesen wurde.
War doch aber so, dass ich alles zeigen kann, weil mit dem Vowi-Sky-Vertrag alle GEMA-TV-Forderungen pauschal abgegolten werden?, dachte ich mir.
Ich bin mir eigentlich sicher, versuche anzurufen, komme nicht durch und moniere per Mail an GEMA (10.08.). Bezahle aber. Sicher ist sicher. Bei Finanzamt, Krankenkassenbeiträgen und GEMA sollte man sehr sorgsam mit Zahlungsforderungen und Mahnungen sein, sonst kann es schon mal „Kuckuck“ machen.
GEMA reagiert nach knapp zwei Monaten mit Stornierung ihrer Rechnung und der Rücküberweisung (30.09.).
Hatte ich also recht, dachte ich. Muss nur konsequent sein. Auswärtssieg!
Wieder nach etwa 2x Monaten erhielt ich neue Rechnung mit Zahlungsforderung gleicher Inhalt, wie am 08.08.
Wieso? Weshalb? Warum? , dachte ich mir und rief bei GEMA an. Nach etwa einer Stunde kam ich durch.
GEMA argumentiert, dass mein Sky-Vertrag zwar GEMA-Gebühren beinhaltet, aber nicht für draußen, sondern nur für Gastraum. Außendienstler hätten aber TV-Gerät draußen gesichtet während der EM.
Ich widerspreche (moralisch), dass ich durch Corona ja verpflichtet gewesen bin, dafür zu sorgen, dass mein Betrieb entsprechend diesen Regeln aufrecht gehalten wurde. Ich also, wegen der Aerosole, alles nach draußen verlegt habe. Damit will GEMA wohl, dass ich besser gegen Corona-Auflagen verstoßen hätte, um GEMA-Auflagen einzuhalten.
GEMA am Telefon geht darauf nicht groß ein. Warum auch. Nicht ihr Problem. Ich hätte ja nur Brief von GEMA vor EM ordentlich durchlesen müssen.
Ich widerspreche zum zweiten und sage, dass mein Sky-Vertrag pauschal sei und die expliziten Unterscheidungen da nicht vorkommen und sie allgemein gelten.
Und dann behaupte ich, dass im Brief der GEMA vor der EM darauf nicht hingewiesen wurde. Mache ich einfach so. Baugefühl. Ich weiss es nicht.
GEMA am Telefon schaut nach. Geht aber nicht drauf ein. Ich hoffe verwundbare Stelle gefunden zu haben und bohre weiter. Ich behaupte einfach, dass ich Brief vor mir liegen habe, und es dort nicht unterschieden wird. Mein vermeintliches Ausgleichstor wurde dann leider aberkannt, denn irgendwo in den Fußnoten, in den Häufig gestellten Fragen zum Schreiben, auf der anderen Seite im Schreiben im Kleingedruckten oder bei der GEMA online würde genau dies ausgeführt. Ich sollte mich an Sky wenden, den die GEMA hätte da eine Datenabfrage gemacht, um zu erfahren, dass mein Vertrag eben nur für den Innenbereich gilt. Bestenfalls könne hier noch Sky, wenn ich einen anderen Vertrag dennoch hätte, es ändern. Ich könnte dort nachfragen.
Tat ich auch. Sky bestätigte, dass ich nur Vertrag für innen habe. Ich sollte mich an die GEMA wenden. Der Ball wurde im übertragenen Sinne zurückgespielt. Er flog an mir vorbei ohne Chance einer Berührung meinerseits.
Die GEMA hatte recht. Wenn ich draußen Fußball zeige, muss ich es in Zukunft bei der GEMA bezahlen.
Das teuerste an den knappen 200,- ist die Strafe und nicht die pauschale Summe.
Aber woher sollte ich dies alles wissen und wie schwer war es, dieses Wissen zu bekommen, und welchen Anteil an einer Bier-Preis-Erhöhung (die Bindung hat für Frühjahr 2022 eine solche angekündigt) kann ich dafür nehmen.
In der Aussichtslosigkeit, und nicht inhaltlich, erinnert mich diese frustrierende, nicht bierzapfende Nebenbeschäftigung an den einzigsten Abstimmungserfolg, unserer per se immer in der Minderheit existierenden studentischen Vertretung, in irgendeinem untergeordneten Gremium an der Uni. Die Reaktion der Professoren war, dass sie solange weiter abstimmen lassen wollten, bis sie die Mehrheit schließlich bekommen würden.
In der Mitgliederversammlung des FC Bayern über Sponsorenverträge mit Katar bzw. deren staatlichen Firmen, im Bezug auf dem Umgang des Landes mit Menschenrechten, war es letztens so ähnlich:
Abschmettern, Auflaufen lassen, immer wieder neu abstimmen, sich verstecken hinter (juristischen) Fußnoten oder einfach Sitzung beenden.
Die nächste WM findet ja im Winter statt.
Geh ma?

Tippspiel zur Bundesliga

Liebe Spieler und Spielerinnen,das Tippspiel zur nächsten Saison der Bundesliga-Saison 2021/22 steht.

Denkt an die Bonusfragen!

https://www.kicktipp.de/vowitippbundesliga/

Alles bleibt. Bis auf, dass ich keine Tipps mehr nachtrage. Bitte gebt den Beitrag zeitnah ab.Karteileichen (keine Tipps nach 8x Spieltagen) und Mitglieder ohne Beitragsabgabe (nach ein zwei Warnungen) werden kommentarlos gestrichen.

Eure Anne Marie Maaßchen, Ernährungsberaterin von Cristiano und der Volkswirtschaft

Äppler in der Teetasse, „Tauben im Gras“ lesend

Träumte ich letztens meine Mannschaft hätte gewonnen.

Nur war es seitenverkehrt. Trog mich die Erinnerung?

Der Kleiner Äppler war mein Lindenblütentee. Die Musik mit dem Handkäse in Muschelform drapiert, gab das Pfauenauge, sprich meine Madeleine.

Ein Freund aus der Normandie wollte es genau so, wie damals auf der Insel, an der Nidda oder noch weiter im Osten am Kanal.

In Frankfurt geht das auch, meintest Du.

Ich darauf, so ein Quatsch. Wie Bitteschön geht ein Wunder?

Später spürte ich die Musik im Atem der Freunde, die sich in den Armen lagen.

Nur ein kleiner Hund bellte dazwischen. War es bald so weit?

Wie Bitteschön geht ein Wunder, frage ich? Kannst Du nicht vergessen, trink noch einen, erinnere Dich, antwortest Du.

Nur nicht heute, am Sonntag, vor der Vowi, denn die nächsten Sonntage sind zu. War genug Fußball. Zudem ist Luca im Land des Porto Iberico. Am 08. August im Pokal gegen Waldhof ist sonntags wieder offen. Bei schönem Wetter wird die Eintracht und die Bundesliga draußen und nicht ausschließlich drinnen gezeigt. Zur Eintracht müsst Ihr bitte reservieren bzw. fragen, ob überhaupt noch Plätze frei sind.

Petite Cuisine, 06.07.21

Wenn es nicht regnet, steht heute Abend zur EM der Fernseher vor der Tür.

Draußen herrscht faktisch freie Platzwahl. Kein Selbsttest ist zwingend.

Drinnen läuft Fußball auf jeden Fall.

Voraussetzung ist hier ein gültiger Selbsttest (in der Kneipe vorhanden) für alle die noch nicht genesen und geimpft sind.

Drinnen und draußen müsst ihr eure Kontaktdaten aufschreiben oder euch mittels der Corona-Warnapp einchecken.

Noch eine Portion, 29.06.21

Heute gibt aus praktischen Gründen noch einmal Nudelsalat und Grüne Soße. Deutschland spielt.

Ganz früher gab es Jungs (ausschließlich Jungs), die extra Urlaub genommen hatten, um sich die EM oder WM anzusehen. Das Kickersonderheft kannten sie nach dem Turnier auswendig. Mindestens einmal wurden Panini-Sammelbilder gekauft und getauscht. Während der Spieles erinnerte die Atmosphäre an einen wissenschaftlichen Kongress. Gebrüll gab es selten und wenn aus tiefstem Herzen, denn was bliebe einem noch, außer der Mannschaft mit vielleicht dem Spieler. Die eigene Frau war schon lange ausgezogen. Zwischen den Spielen aß man Handkäse oder Rindswurst. Man freute sich, wenn es außer der Reihe Bolognaise gab. Mit eher selten auftretenden Kneipengängern aus anderen teilnehmenden Ländern wurde Korn und später unzählige andere Schnäpse getrunken. Eigentlich war man unter sich. Bei Deutschlandspielen kamen andere dazu. Dann saß man mit politischem oder vereinstechnischenm Abstand. Politisch gesehen, ausgedrückt über Fahne und Hymne, wollte man damit nichts zu tun haben. Genauso, wie einem die nicht sehr feingeistige Spielweise der Deutschen Mannschaften in die Nase stieg, genauso roch die allgemeine Inanspruchnahme der deutschen Siege nach glucksender Bierseligkeit aus dem Vereinsheim kommend, johlend in die weite Welt hinaus. In der Tonart eher preußisch in Protestantisch-Dur als rheinländisch in Katholisch-Moll.

Das änderte sich mit Poldi, Schweini, Klinsi und Jogi 2006. Fußball konnte nicht nur heldenhafte Abwehrarbeit sein und den Rest hielt oder schlug unser Torwart weg. Fußball wurde leichter, lustiger, geschmeidiger, mentaler, schöner und ein Ereignis, das niemand verpassen wollte. Einen Impfstoff dagegen gab es nicht. Deshalb war bald das ganze Land mit Girlanden geschmückt und geschminkt, wie die Kleinen zum Kindergeburtstag. Übrig blieben die in Klassentheorie bewanderten, die Bayernhasser und die glucksend Bierseligen. Fahne und Hymne sind heute immer noch da. Nur wird sie symbolisch getragen und gesungen (gesummt) von Boateng, Rüdiger und Özil. Kein Ballack mehr, der im sächsischen Dialekt lautlos die Lippen bewegte, kein Olli Kahn mehr, der so grimmig guckte, dass keiner sich traute zu lachen. 

Und heute zum Englandspiel? Die Bereitschaft, sich zu umarmen nach dem Spiel wäre groß. Geht gerade nicht so gut. Vielleicht helfen die fünf sechs Biere zuvor. Gebrüll und eigenwillige Analogien wird es geben. Aber kein Vergleich zu früher. Vielmehr sind sie unerklärliche Fußballphänomene (UFP) bzw. verbaler Entlastungsverkehr in einer eigenverantwortlichen Notsituation (EVEN).

Wenn es übrigens in der Vowi doch mal zu politischen Schwachsinn kommt, der nicht auf unserer Verfassung beruht, muss ich mittlerweile höchst selten einschreiten. Trunkene, dennoch sehr aufmerksame. Gäste zeigen dann die Gelbe Karte und nesstelnd an ihrer Brustasche, am liebsten Gelb-Rot zeigend. Als Videobeweis-Schiedsrichter hinterm Tresen kann ich jederzeit eingreifen, um zu vermitteln, zu bestätigen oder dem Schluss zu machen. Ein Prost auf die Gäste der Vowi!