Ei verbibbsch nochema!
Da waren doch am Dienstag die Eier zur Grünen Soße nicht, wie von mir angegeben, aus „Ökologischer Erzeugung“, sondern aus „Bodenhaltung“. Kann ich selber nicht erklären. Hatte ich da Eier in einer falschen Verpackung erwischt? In Zukunft schaue ich genauer auf die Eier und nicht nur auf die Verpackung. Auf allen Eiern ist ein Stempel. Die Ziffer 0 gibt an, dass sie aus Ökologischer Erzeugung sind. Alle anderen Nummern sind „Aua“ und sollen nicht in der Vowi verwendet werden.
Damals als kleiner zukünftiger Gastronom in der Leipziger Tieflandsbucht, denn zu dieser Zeit gab es dort kein Bundesland Sachsen, sondern drei Bezirke, benannt nach den jeweils größten Städten, suchte ich bereits heute, am Gründonnerstag, nach den Ostereiern. Ich kann es nicht erklären, und ich kenne keinen im Rest der Welt, der es mir gleich getan hat. Wobei man im Netz schnell fündig wird, dass manchen Ortes bereits am Gründonnerstag, sogar – und dies sind dann keine Christenmenschen – karfreitags gesucht und gefunden wird.
Da mir religiöse Erfahrungen nur im Zusammenhang mit der Eintracht als meinem Luther, dem Kicker als Bibel, dem Waldstadion als Kirche und der ewigen Erbsünde stromaufwärts oder stromabwärts des Mains sinnhaft erschienen sind, hätte ich an jedem Tag des Jahres Ostereier gesucht, wenn meine Mutter sie versteckt hätte.
Deshalb wage ich heute eine vegetarische Ostertorte aus Ligurien, denn auch ich will mich nicht frei von Sünde sprechen. Die Torta pasqualina beseht eigentlich aus 33 Teigschichten nach den Lebensjahren Jesus Christi. Ganz so bibelfest bin ich nicht. Deshalb gibt es eine Art Ostertorte mit einigen Teigschichten (aus Weizenmehl), Spinat mit Ricotta und Eiern in der Mitte und wieder Teigschichten obendrauf. Sieht schön aus und schmeckt wie ein Gemüsekuchen.
Dann gibt es noch eine Moussaka. Ein Bio-Hackfleisch-Auberginen-Auflauf mit einer Schicht Kartoffeln. Es erinnert ein wenig an Lasagne. Nur nicht so tomatig. Auberginen sind in der Petite Cuisine, höchst selten.
Schließlich soll es wieder einen Buttermilchgetzen geben. Ihr erinnert Euch. Dies war eine Art geschmorter Kartoffelkuchen. Kartoffeln sind aus der Wetterau. Heute kommt er auf einem Salat.
Nächste Woche findet Ihr hier die Essenüberlegungen für April. Aprilscherz ist mir keiner eingefallen.
Das Bio-Rindfleisch in der Linsensuppe ist vom Gut Fahrenbach.
Die Frikadellen sind aus Biohack vom Tegut.
Der Kartoffelsalat ist ohne Mayo.
Alle Eier sind Bio und vieles andere Zutaten, wie die Linsen, sind es ebenso.
Programmänderung: Am Gründonnerstag wird gekocht. Die Petite Cuisine findet, wie immer zwischen 17.00-20.00 statt.
Als der FSV noch in der 2. Liga gespielt hat, schreckte er nicht zurück unter dem Motto „Born In Bernem“ für die aktuellen Spiele zu werben. Ich blieb damals fasziniert vor den Plakaten stehen. Fremdschämen konnte ich mich nicht, denn ich bin nie ein Fan dieses Vereines gewesen. Fremdschämen könnte ich mich wiederum für ein Plakat der Eintracht von vor etwa 18 oder 19 Jahren mit Karel Rada als Radafalle. Der tschechische Nationalspieler spielte 38x für die Eintracht. Und all sein bewiesenes Können als Abwehrrecke ging beim Anziehen der Eintrachtfarben fast immer verloren. Die Radafalle war ständig kaputt. Ich habe das Radafallen-Plakat im Netz nicht gefunden. Vielleicht hat es jemand zu Hand, damit wir uns gemeinschaftlich schaudern voller Wonne erinnern.
Das Vowi-Tippsiel beginnt am 18.09.
Vergesst nicht die Fragen vorher zu beantworten und tippt dann fleißig.
Das Regelwerk müsst ihr selbstverständlich beachten.
Karsten von der Vowi
https://www.kicktipp.de/vowitippbundesliga/
Ihr könnt Euch mit Euren bisherigen Daten einloggen. Ihr könnt Euren Spielnamen auch ändern oder Euch neu anlegen.
Liebe Tipperinnengemeinschaft der Vowi!
Es war komisch, unsere Helden nach der Unterbrechung wieder beim Fußballspielen zuzuschauen. Es wirkte stellenweise wie Trockenschwimmen. Es erinnerte mich an meinen Einsatz in einer Rudermaschine, damals an der Deutschen Schule für Körperkultur und Sport, gleich gegenüber dem Zentralstadion, wo heute RB spielt. In einer festgesetzten Rudereinheit in einem Schwimmbecken rudernd stillzustehen. Ich wurde in jungen Jahren – groß und dünn – von der Talentförderung des DDR-Sports, welche die Schulen durchforsteten, für den Rudersport aquiriert. Das Experiment scheiterte nach kurzer Zeit. Lieb, aber ohne Ehrgeiz, mehr Wasserträger, als vom Wasser getragen, ließ man mich auf dem Niveau des Schulsportes. Ein Leistungsträger des DDR-Sportes sollte aus mir nicht werden. Der Herrgott hatte etwas anderes im Sinn.
Lauchquiche (veg.) € 5,50
Nudelsalat mit Gemüse-Frikadelle € 6,00
Quarkkeulchen mit Apfelmus € 5,00
Vorbestellung per Mail bis 14.00 Uhr: kmaass@mac.com
Bestellung per Telefon am 17.00 – 20.00 Uhr: 069776400
Mo – Sa:
17.00 – 23.00 (bedingt durch Auflagen amorph)
So geschlossen
Im Gastraum dürfen seit 11. Juni max. 10x Gäste an einem Tisch sitzen,
wobei alle Tische zueinander 1,5 m Abstand haben müssen.
Von jedem Gast müssen Name, Anschrift und Telefonnummer notiert werden.
Reservierungs-Anfragen sind möglich und seltener nötig.
Heute 20.30 Uhr Relegation Werder – FCH.
Sagt bitte Bescheid, ob Ihr kommen wollt bzw. Ihr solltet anfragen.
Das Heimspiel vom Montag ist zu Ende.
Alles verlief zwischen HR und Vowi, wie es abgesprochen war.
Nicht abgesprochen war, dass die Eintracht gegen Union im Waldstadion verloren hat. Die technische Umsetzung vom Fernsehen verlief souverän. Die Kneipe war gut gefüllt, aber nicht alle waren gewillt, der Sendung wirklich zu folgen. Am besten gefielen mir die Gäste der Sendung. Ich stimmte nicht mit allen überein. Dennoch argumentierten die Gäste sachlich, kurzweilig und zeigten trotzdem Emotionen. Es gab viele Geschichtchen in der Geschichte, zum Schluss noch einige nette Unioner in der Kneipe und ein, zwei Zwischenfällchen.
Beispielsweise drohte ein mir bekannter, eigentlich zutraulicher Marder dem HR, die Kabel zu durchbeißen, weil im das Stromaggregat zu laut sei und er nicht schlafen könne. War natürlich Quatsch, denn Marder sind nachtaktiv. Der HR alarmierte daraufhin einen Tierfänger, der den Marder mahnte, sich nicht an diesen Kabeln zu laben. Als ich das mitbekam, redete ich mit ihm, bemerkte dabei seinen stolzen Duft nach Elektrolyten. Sie bewirkten bei ihm ein verstärkt kindliches Verhalten, was nach Aufmerksamkeit und Zuwendung rief. Nach gegenseitigen Respekts-Bekundungen verabredeten wir ein baldiges Wiedersehen ohne Kabelsalat.
Beispielsweise, wie ihr sicher alle wisst, soll nach 22.00 Uhr beim Rauchen kein Glas vor die Kneipe genommen werden. Damit der Akt des Rauchens schneller, und damit leiser, erfolgt. Zu später Stunde standen also wieder einige draußen. Dabei fiel mir ein Gast hörbar auf. Seine Stimme war laut, kräftig und in der Frequenz penetrant. Ich mahnte ihn, leiser zu sein und er antworte mir lautstark freundlich, dass er dies nicht könne, weil er schwerhörig sei. Ich hörte so ein Argument zum ersten Mal und fand es nachvollziehbar.
Keine Zwischenfällchen waren die geäußerten Fantasien eines Gastes gegenüber Beate, die man am besten mit einer Gelben Karte und dem Zusatz, beim nächsten Mal gibt es sofort Rot, beantworten hätte sollen. Auch wenn Alkohol und Fußballemotionen vieles verstärken, was nach dem Rausch nicht mehr zählt, gibt es von weiblicher Seite in der Vowi keine verbalisierten oder gar physisch angewendeten – ich betitle es mal etwas schwammig – Machfantasien an Männer. Von Männerseite gibt es sie durchaus. Auch in der Vowi.
(Bitte beachtet! Das Foto steht symbolisch hier.)
Die eigentliche Wirtin der Kneipe, in der normalerweise die HR-Sendung „Heimspiel“ aufgenommen wird, stand als eine Art Maskottchen hinter dem Vowi-Tresen. Dies war verabredet. Ihre Funktion, die Sendung mit kurzweiligen Einwänden im Frankfurter Dialekt zu erfrischen, scheint dem HR wichtig und sinnvoll zu sein. Mir nicht. Ich konnte mich bei unseren Vorgesprächen nicht durchsetzen. Vielmehr sah ich mich auf einmal in Dresden in der „Planwirtschaft“. Dort würde der MDR seine wöchentliche Fußballsendung aufnehmen und ich hinterm Tresen stehend, gäbe ich während der Sendung im tiefsten Sächsisch mehr oder weniger sinnfreie Einwände.
Mich erinnert dies an von mir im TV verfolgte Faschingsveranstaltungen, wo nach jeder Pointe eines Redners die Kapelle einen Tusch spielt. Und es lachen wirklich alle im Saal. Aber ich lache bestenfalls über sie.
Ich stehe dazu, dass ich das Konzept und die Umsetzung der Sendung trotz der mit berichteten sehr guten Einschaltquoten und positiven Resonanz nicht überzeugend finde. Auch viele Gäste in der Vowi gestern verfolgten die Sendung nicht gerade mit Spannung, eher mit – meiner Meinung nach – nicht nötigen, wahrscheinlich als lustig empfunden Zwischenrufen. Aber das Publikum war erwünscht bzw. von mir eine Bedingung für das Geschäft mit dem HR gewesen. Die Vowi ist eine Kneipe und kein Konzertsaal, wo andächtig Beethoven vergeistigt wird.
Dennoch, ich fühlte mich zwischen den Bemerkungen der neben mir stehenden Maskottchen-Wirtin und den zwischenrufenden Vowi-Gästen eingezwängt. Dabei gingen in der Kneipe die Themen der Heimspiel-Gäste leider unter. Die Gründe des Boykottes der Stehplatz-Karteninhaber und den Umgang mit extremer Gesinnung bei der Eintracht wären es wert gewesen.
Einige langjährige Eintrachtler sind gestern direkt nach dem Spiel gegangen, weil sie die Sendung nicht interessiert hat. Ich hätte wohl ebenso vor der Sendung gehen sollen, aber meine Arbeit ist von Öffnungszeiten umrahmt, damit die Vowi ihren Zweck erfüllt. Brot und Spiele ist das Konzept.
Am Donnerstag spielt die Eintracht nicht gegen Casino Salzburg mit dem damaligen Torschützen Adi Hütter, sondern mit ihrem Trainer Adi Hütter gegen RB Salzburg auf Leinwand und im TV, aber ohne den HR.
Es ist dann, wie immer, in der Vowi.
Hallo,
ich heiße Jonas Schelleis.
Als Student im Master VWL und Ökologie, der bald seine Coins (Startup: Verteidigungsgsplattform -Defender Europe friendly- als Cloud für Materialeinkauf börsennotierter Unternehmen) verdienen wird, flaniere ich gerne durch mein Viertel. Eigentlich wollte ich in die „Volkswirtschaft“. Leider zu voll, wie die Nachbarkneipen. In der „Bounty“ wird halt geraucht. Dann riechen die Klamotten so und es gibt nichts Vegetarisches zu Essen. Im „Weihnachtsbäumchen“ vermisse ich die eine freundliche Bedienung mit den herrlichen langen Haaren, der jetzt bei Sotheby’s arbeitet. Die andere Bedienung ist ja auch weg und Fußball zeigen sie schon lange nicht mehr.
Früher fand ich Fußball nervig und das Gebrüll der Eintracht-Fans -keine Ahnung!- unerträglich. Mittlerweile schau ich mehr Fußball. Ich war auch schon in der Peter Fischer Arena im Spiel gegen die Hertha. Die Stimmung war Wahnsinn. Egal ob nach dem Spiel der Eintracht-Walzer geschunkelt oder vor dem Spiel das Lied vom Polizeichor gesungen wird. Es heimelt herrlich! Und wenn ich die Brezel ins Bier tunke, erinnere ich mich an unser Gärtchen vor unserer Stadt -Copwein- unweit des Tagebaus in Mitteldeutschland, wo ich herkomme. Ein Radieschen mit noch Erde dran, könnte nicht schöner sein. Der leicht beißende, fast schon scharfe Geschmack mit Steinchen zwischen den Zähnen ist für mich Heimat. So, wie jetzt die Eintracht.

Eigentlich wollte ich ja in die „Volkswirtschaft“, um mit dem Wirt über seinen verquasten Musikgeschmack zu reden. Er könnte mein Vater sein. Keine Ahnung! Ist aber ganz nett. Seine Kollegin sieht natürlich besser aus und spielt einigermaßen Aktuelles. Die ist nur immer so streng, wenn ich das Bier nach 22.00 immer mit zum Rauchen nehme. Das dürfe man jetzt nicht mehr. Wegen der Nachbarn. Zu laut! Einmal habe ich sie nach einem Espresso gefragt. Mache ich nie wieder! Irgendwie mag die mich nicht. Nichts Geschlechtsspezifisches, aber ich weiß nicht warum. Egal!
Auf den Musikgeschmack des Wirtes kamen wir, als er in der Kneipe das Lied „Frau mit Hut aus Anger-Crottendorf“ von der Band „Reines Purpur“ spielte. Mein Vater ist Pfarrer und Organist in Copwein in Mitteldeutschland. Deshalb kenne ich so ein paar Orgel-Hits, wie die Toccata und Fuge in V-Moll von Sebbel Fluß. Genauso klingt in diesem Lied die Orgel. Dazu gibt es einen Dixieland-Shuffel und eine Schrubb-Gitarre. Der Wirt also lässt das Lied laufen und tut dann so, als ob die Zapfanlage die Orgel sei und immitiert angeblich den Organisten, der ernsthaft Jesus Christus heißt, welcher seine Orgel beim Spielen hin und her schwenkte, auf dass sie beinah umgefallen wäre. Hat wohl auf gefährlich gemacht! Peinlich!

Auf jeden Fall finde ich, das der Volkswirtschaft-Wirt eigentlich von Musik keine Ahnung hat, aber in Wirklichkeit viel zu alt für gute Musik ist. Er und sein Kollegah vom „Weihnachtsbäumchen“ sind zusammen weit über Hundert Jahre. Ich meine, was hat der für Playlists und kennt der überhaupt Aktuelles, wie Billie Eilish, 070 Shake, Stormzy oder wenigstens Deichkind. Der schreibt sicher noch Mails, hört CDs und dreht ohne Filter. Ich habe auf sein Anraten hin gegoogelt, wer Jim Morrison, Janis Joplin und Jimi Hendrix gewesen sind und was sie alle drei gemeinsam haben. Könnten Tonio und Markus auch mal im Quiz fragen.
(Leider gibt es keinen aktuellen Termin. Sehr bald soll einer feststehen, meint Tonio.)
Aber wer hört das noch außer ihm und ein paar Althippies.
Ich muss zugeben, dass der Wirt und ich, als wir über „Public Enemy“ redeten, beide Unterschiedliches meinten. Ich redete vom neuen Farid Bang feat. Kollegah & Fler-Video „Public Enemies“. Er meinte eine HipHop-Band aus New York von vor über 40 Jahren. Was haben die für eine Bedeutung heute im Gegensatz zu Farid, Kollegah und Fler. Aber das versteht er nicht. Wie auch. Er ist einfach zu alt, auch wenn er jünger aussieht.
Wie immer redeten wir zum Schluss – er wollte zumachen – über Fußball. Wobei, keine Ahnung!, wir redeten darüber, was wir nicht in eine Fußball-Sendung, egal was für eine Art, bringen würden:
> Lokalkolorit nicht orten, sondern quer bürsten! Sonst wirkt es wie vor 100 Jahren!
> Dem Zeitgeist nicht hinterher hecheln, dafür ist er zu schnell!
> Wenn man auf cool macht, muss man auch cool sein oder man lässt es!
> Bembel & Bügelmikro schließen sich aus!
> Lustig sein darf nicht mit Plattheit verwechselt werden!
> Fußball ist eine ernste Sache. Blöde Witze haben damit nichts zu tun!
> Überleg dir vorher, ob du über Fußball, Gefühle oder Allgemeinplätze reden willst!
> Klatschen aus dem Off ist wie Filmmusik. Sie kann helfen. Darf aber nicht entblöden.
> Lieber am Tresen Dünnschiss labern als journalistisch! Oder man dreht es um!
Und überhaupt, wo erfahre ich denn die Quoten einer Sendung?
Ich war ja zwischendurch bei Stade Rennes und bei Stade Brest. Wisst Ihr vielleicht. Spielerbeobachtung. Hatte da einen Supertipp von Lars Windhorst, der -wisst ihr sicher auch- bei der Hertha eingestiegen ist. Lars hat gleich nach unserer Beobachtung die neue Kollektion seiner Dessous-Firma La Perla vorführen lassen. Als ich nach etlichen Gläsern Champagner nur in meiner kanarienvogelgelben Christiano Ronaldo-Unterhose mit „Salut! Ca va! Die Frankfurter sind da!“ auch auf den Laufsteg wollte, bremste mich Lars mit den Worten „Eine Unterhose allein macht noch keinen Sommer mit Pokal!“ Reflexartig wollte ich ihm „Aller guten Dinge sind drei!“ zurufen. Aber ich verkniff mir diese recht unsachliche Anspielung auf seine, wenn sie mal eintreten sollte, dann dritte Pleite oder Insolvenz.
Es gab also Crevetten und Schampus bis zum Abwinken. Nur keinen Hummer. Da flippen die Gelbwesten in Frankreich total aus, weil doch der französische Ex-Umweltminister den Hals nicht voll kriegen konnte auf Staatskosten.
Mit einem nicht unattraktiven 15000,- Eurodrahtesel habe ich später – in Brexit-Zeiten müssen wir zusammen stehen – eine Inspektion von vier französischen Atom-U-Boote durchgeführt. Die liegen unterhalb von Brest auf der Halbinsel Crozon, wiederum auf einer Halbinsel mit Namen Ile de Longue. Natürlich streng geheim. Deshalb konnte ich nur dieses unauffällige Foto von mir, den Atom-U-Booten (die man logischerweise nicht sehen kann) und der besagten Halbinsel machen.
Karsten von der Vowi
PS:
Grüße auch von Lars
Ich saufe getarnt als Franzose aus Oranginaflschen Schampus von Lars
Das größte Talent von Stade Brest mit seinem Manager
Die Tour de France läuft. Das Team Flamme Rouge powered by Volkswirtschaft und Vowi United ist gut in Brüssel gestartet. Der Eigner hat sich nicht lumpen lassen und von der Firma Look hergestellte Räder angeschleppt. Manche sagen sogar, dass er sie einfach ausgeliehen hätte. Nur die grün baumelnde Handgelenktasche unterm Sattel und der blaue Helm sollten noch ein Mal zumindest in der Farbgebung überdacht werden.
Umgedeutet nach einem Satz der britischen Autorin Hillary Mantel im Spiegel von 2014, baumelt der hier männliche Radler seine Gucci-Handgelenktasche wie seinen Penis hin und her. Nicht umsonst hießen diese Taschen über Umwegen vor zwei-, dreihundert Jahren Ridicules (Lächerlichkeiten).
SPIEGEL: Ihre (ehemalige Britische Premierministerin Maggie Thatcher) berühmte Handtasche war ein sehr feminines Accessoire. Mantel: Thatcher schleuderte ihre Handtasche herum wie einen Außenbordmotor ihrer Vagina.https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130223400.html
In einer Sonderwertung wollte das Team demokratische Fußballwerte in Eintracht nach Baku bringen. Leider gab es zwei Pannen auf dem Weg. Deshalb habe ich nur den Stichwortzettel, den ich hier wiedergebe und den transformierten Pokal, der in der Vowi aufbewahrt wird:
Styropor
Match weich wie Pfannkuchenteig:
Wasser seit Jahrtausenden setzt Lehm und Torf ab
Menschen:
Hier wohne ich
Eine Brücke muß her
Styropor
Folie
Erde
Straßenbelag
Um die WCs sauber zu halten und wegen der Tour de France-Teilnahme macht die Vowi in den nächsten Wochen manchmal etwas eher Schluss. Laßt Euch überraschen, wann!
Kommt früher!
Trinkt schneller!
Und reitet dann wortlos auf Eurem Radler nach Hause!
In Brüssel angekommen. Frittierfett, French Fries und die Bierzelt-Garnitur ist immer im Bandbus.
Der Pokal im Bild als Hoffnung. Der wahre Pokal in der Vowi. Darf ich aus rechtlichen Gründen nicht zeigen. Hat mir der Ossi-Schlürfer in seinem gelöscherten Shirt verboten. Ich frag‘ mal seine Rothaarige Kollegin.
Wenn man emotional abhängig von einer Person ist, meinte meine Frau letztens, dann könne man ebenso von Verliebtheit sprechen.
Mir ging es eher um meine emotionale Achterbahnfahrt mit der Eintracht.
Ich klammerte mich immer mehr an sie. Mein Selbst verschwand. Ich wurde zur Eintracht. (Foto) Wie sollte ich ohne die Euro-League, schließlich ohne den Gewinn der Euro-League und nächste Saison ohne die Teilnahme mindestens an der Euro-League weiterleben können? (Foto)
Sollte ich nicht mehr montags und donnerstags als erstes den Kicker früh lesen, bei Auswärtsspielen in die Vowi gehen, bei Heimspielen die Jungs und Mädels beim Wurscht-Walter vor dem Waldstadiontreffen.
Kalt-Schweiß-Attacken -ich habe zu niedrigen Blutdruck-, Angst ohnmächtig zu werden und eine schreckliche Hilflosigkeit ergriffen mich.
So konnte es nicht weitergehen. Es fehlte nicht mehr viel, um mir die letzte Messe in der Waldstadion-Kapelle zu lesen und mich unter dem Rollrasen zu begraben.
Ich beschloß deshalb, weit weg vom Waldstadion nach Fechenheim (Foto) zu ziehen. Hier bin ich nah genug an den kleinen Eintrachten im Sportleistungszentrum Riederwald. Das sind ja für mich noch Kinder, über die ich mich freue oder auf die ich sauer bin. Entscheidend aber ist, ich sehe auf sie mit der Gelassenheit des Alters, wie vielleicht Gandalf auf Frodo in „Die Ringe des Herren“ und schreite ein in Not.
Dann habe ich nebenan den FSV. Da ist alles, wie früher, wie ganz früher, als es noch keine Elektroautos gab.
Von meiner Wohnung in Fechenheim kann ich übrigens auf den Sportplatz der Spvgg Fechenheim 03 schauen (Foto). Die Jungs, sie heißen Fabio, Luca oder Hassan, haben alle gepflegte Undercuts und ihre Hosen sind hochgekrempelt. Der Hausmeister steht auf seinen kurzen Beinen breitbeinig da, was ihn noch kleiner macht und hat anstatt einer Zigarette sein Handy am Wickel. Ein wenig riecht es nach Import/Export, wenn es riechen würde.
Wenn nun zwei emotional abhängig voneinander sind, dann kann man, laut meiner Frau von Verliebtheit sprechen.
Ein solches „Beispiel“ hat heute (Mittwoch, 15. Mai 2019) die Vowi für sich gebucht, nach ihrer Heirat (Foto). Deshalb ist die Kneipe heute geschlossen. Die Liebe hat heute reserviert. Nur wer liebt und geliebt wird, darf heute durch unsere Tür.
Spätestens am Samstag sehen wir uns alle um 15.30 Uhr zur Eintracht in emotionalster Verbundenheit wieder. Aber dann muß ich Emotionen…
Übrigens auf einem Foto ist ein perspektivischer Fehler jetzt in der Spargelzeit. Auf welchen?