Kategorie: Vowi

Alles, was mit der Vowi zu tun hat und manchmal gibt es auch keinen Zusammenhang

Ein Spirituosenleben

Frau Magenbitter haut’s vom Stuhl,
Herr Doornkaat liegt daneben.
Eifrig bemüht sich Pommery,
versucht sie aufzuheben.

Dem jungen Korn ist nichts mehr klar.
Frau Gin sieht eine Maus.
Herr Pils beugt sich zu weit nach vorn
und fällt zur Flasche raus.

Alles verdunstet, schwappt und ölt,
entkorkt sich auf den Tischen.
Auch Fräulein Selters geht es schlecht:
Sie muß hier morgen wischen.

Von Simone Borowiak

(geklaut vom DLF-Lyrikkalender)

Bar-, Lokal- oder Pub-Duft

„Nur wenige Dinge sind schöner, finde ich, als erfrischt und bereit in seine Lieblingsbar, sein Stammlokal zu schlendern. Wie das Summen der Unterhaltung sich weitet, wenn du die Tür aufziehst, und wie dich dann eine gesellige Welle Pubgeruch einhüllt. Nachts wird der Pubgeruch durch verschüttete Drinks und Rauch noch verstärkt, aber am reinsten ist er in der Stille eines ruhigen Nachmittags – und jetzt ist ruhiger Nachmittag-, wenn er viel offensichtlicher mit der lang währenden Anwesenheit von Männerns zu tun hat, mit Desinfektionsmitteln und Genuß, mit heimeliger, beruhigender Muffigkeit, mit Rast für Armesünder, mit symphatischen Schmutz. Dieser Geruch ist ein kompliziertes Phänomen, aber man kann ihn schrecklich vermissen, und ich würde ihn überall sofort erkennen.“

Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy schreibt in ihrem letzten Roman Paradies über die verquerten Welten einer Alkoholikerin. Ihr Fazit lautet: nüchtern ist diese Welt und man selbst nicht zuertragen. (Dies könnten sicher viele unterschreiben und kommen deshalb gerne in die Vowi.) Hin und wieder betrinkt sich unsere Heldin auch in Kneipen, die dann wie oben beschrieben werden. Die Zeitlosigkeit einer Kneipe, was sich so schön im Geruch des Lokales ausdrückt, ist ein Verharren in der Unendlichkeit. Und schließlich ist dies der Ort, wo man sich führsorglich betrinken darf.

Der Abschied vom französischen Vowi-Betreiber Jacques

„Nicht einen Augenblick sind Sie nicht in meinen Herz und in meinen Geist gewesen. Nicht eine Minute habe ich aufgehört, dieser wunderbaren Vowi zu dienen. Diese Vowi, das ich so sehr liebe, wie ich Sie liebe. Diese Vowi, reich durch ihre Jugend, stark durch ihre Geschichte, dürstend nach Bier und Lust auf Pommes, diese Vowi, das – glauben Sie mir – die Welt noch weiter erstaunen wird.“
(Der Wortlaut ist nur ein klein wenig geändert.)

Einer Geht immer! bei YouTube

Hier ist der Vowi-Film zum 10. Geburtstag Einer geht Immer! auf YouTube. Die Qualität ist mäßig. Die Vorraussetzung um einen Film bei YouTube reinszustellen sind unter 100 MB und unter 10 min. Beide Teil sind auf jeweils unter 19 MB (von 3,69 GB in der de Luxe-Version) geschrumpft. Damit dauert die Downloadzeit nicht lange.
Ihr könnt aber auch den Film in der Vowi bzw. per Mail bestellen, um die knapp 15 min in 3,69 GB auf DVD zu bestaunen.
Rechts hier auf dieser Seite unter Verweiß wird ein Link zum Film dauerhaft verankert sein.

1. Teil:
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Sz8A_jy0s80]

2. Teil:
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=bbQIDNeQ0hM]

1997-2007

film.jpg

Gib‘ mir das Gefühl zurück!
10 Jahre Volkswirtschaft
1997-2007

Samstag, 10.02.07,
wenn es dunkel ist und die Eintracht fast gewonnen hat

mit unzähligen Fotos aus den letzten Jahren
mit Geschichten von IM Vowi
mit gewünschten Geburtstagsgrüßen von KWS und 3/4 Weich
mit hoffentlich vielen alten Kollegen
mit dem Vowi-Film „Einer geht Immer!“
und
mit vielen Geschenken von Euch!

Triebbefriedigung

Der Alkohol setzt das moralische Gewissen bzw. das moralische Taktgefühl (Über-Ich) und die moderierende Instanz zwischen der Welt und dem eigenen Werten (Ich) matt und läßt nur noch einen Trieb (Es) sprechen.
„Ich kann gut ficken!“
lallte letztens am sehr späten Abend ohne ersichtlichen Grund ein bekannter Gast (KW-SK) aus einem südlichen Bundesland in die Runde. Er sagte es leise, aber alle weiblichen Nachbarn, und an diese war der Satz gerichtet, am Tresen hörten es. Sein Wunsch ward an diesem Abend keine Wirklichkeit. Wir werden ihn fragen vor dem nächsten Weizen.

Gestolpert

Günthersburgallee 41 schöne Wohngegend
der Bolzplatz mit Schild nur ein wenig laut, wenn die Kinder spielen
Schild und Stolpersteine und hör‘ auf mit diesem ewigen Erinnern

Vor der Günthersburgallee 41 im Nordend befinden sich drei Stolpersteine. Auf ihnen ist eingemeißelt, dass in diesem Haus drei Frankfurter (die nach den NS-Rassegesetzen Juden waren) wohnten, die in der Nazizeit deportiert und umgebracht wurden. Die ehemalige Großmarkthalle, wo bald die Europäische Zentralbank ihr neues Gebäude bauen wird, war der Ausgangspunkt für etwa 11000 Juden aus Frankfurt, die zwischen 1941-44 in die Vernichtungslager deportiert wurden.
Gegenüber diesem Haus befindet sich ein größerer Spiel- und Bolzplatz. Vor dem Spiel- und Bolzplatz gibt es Schilder, dass Hunde hier nicht ausgeführt werden sollen, damit es keine Hundehaufen gibt und dass die Kinder in Ruhe spielen können.
Auf einem dieser Schilder, fast genau gegenüber dem Haus Nummer 41, ist neben dem durchgestrichenen Hund auf dem Schild von Hand dazugeschrieben Keine Gayzone und Keine Juden.
Unerträglich, dachte sich ein Anwohner. Vielleicht waren es irgendwelche dummen Pupertierenden, die sich abends ganz gerne hier treffen. Auch wenn sie nicht wussten, was sie taten, der Anwohner fühlte eine Art Verpflichtung seinen deportierten Nachbarn gegenüber. Deshalb schraubte er das Schild ab und brachte es zum Gartenamt der Stadt mit der Bitte um Reinigung. Er hofft, dass dies nicht so lange dauert, wie damals 2004 im Günthersburgpark. Erst nach zwei Jahren hatte sich das Gartenamt erbarmt.