Kategorie: Bewegungen

Sportive Sachen -eigentlich Fußball-

Elfmeter

Laut zweier Leipziger Soziologen, die sich mit dem Elfmeterschießen spieltheoretisch auseinandergesetzt haben, gleicht es dem Kinderspiel „Schere, Stein, Papier“: Es ist ein Nullnummernspiel mit vollständigen Informationen und simultanen Zügen. Es liegt keine eindeutige Gewinnstrategie vor. Am besten ist es, wenn die Spieler ihre Entscheidungen wechseln. Aber wann und wie?
Am sichersten ist der Elfmeter rechts bzw. links oben. Allerdings ist dies riskant, da er an die Latte gehen kann oder sogar am Tor vorbei. Der Schütze selbst sieht nur in den seltensten Fällen, wohin der Torwart springt. Er muß sich vorher entscheiden. Genauso wichtig ist es für den Torwart, dass er vor dem Schuss springt, denn nur so hat er eine Viertelsekunde mehr Zeit und ist überhaupt in der Lage, einen Ball zu halten. Der Tormann kann wiederum vom Schussbein des Schützen schließen, wohn der Ball geschossen wird, da der Ball vom Schussbein ausgeschossen in die andere Richtung fliegt.
Die Soziologen kommen zum Schluss, dass es durchaus eine Rationalität der Entscheidungen gibt, die unabhängig vom Schussfuß, vom psychischen Druck durch Heimspiele, knappen Spielständen u.a. sind. Allerdings gilt dies nur für die Summe aller statistisch hernagezogenen Elfmeter der Studie. Im Einzelfall findet man immer wieder nicht rationale Entscheidungen. Zum Beispiel sprang Claus Reitmaier bei vierzig Strafstößen neunundzwanzig mal nach links.

(aus FAS vom 27.04.08, S. 74)

Linke Vereine beim DFB-Pokal

Erstaunend hielt ich inne, als ich auf den politisch sehr links stehend indymedia-Seiten einen Bericht über die erste Runde im DFB-Pokal fand. Normalerweise finden sich hier andere Beiträge, die leider nicht immer, nach meiner Meinung, zwischen der eigenen Meinung und dem Geschehen unterscheiden, sondern die eigene Meinung als Interpretation des Geschehens wiedergeben.
Auf der anderen Seite waren beispielsweise die Berichte über den Südossetien/Georgiens-Konflikt, wieder nur nach meiner Meinung, wesentlich besser als bei Spiegel-Online usw. Vor allem die Links zur deutschsprachigen russischen und georgischen Seiten waren sehr informativ.
indymediabericht über die erste Runde im DFB-Pokal

EM-Tippspiel

Liebe Tippspielgemeinde der EM,
laßt uns doch zu Saisonbeginn (ich denke Freitag, der 15.08.) einen kleinen Umtrunk machen. Karsten als zweiter gibt einen aus.

Fussball-EM Fazit

Die Kneipe war zum Fussball gut frequentiert.
Die Deutschlandspiele waren „Burner“.
Die Männer-WC wurden mittels Tor-Strahler „gepimpt“.
Viele Gäste -einschließlich meiner selbst- haben nicht wirklich Ahnung vom Fussball.
Auffällig waren die verschiedenen Sichtweisen einzelner Spiele: Der Erste erzählte im Brustton der Überzeugung, dass diese Mannschaft schlecht oder jener Spieler ganz besonders grausam gewesen sei und ein Anderer behauptete am nächsten Tag das Gegenteil.
Schönwetterfans waren im Gegensatz von vor zwei Jahren weit weniger da.

Fussball

Fußball von oben aus betrachtet (mit Hilfe moderner Technik und Google Earth) auf der unteren Wiese im Grüneburgpark:
Die grüne Fläche sind die Laufwege eines Spielers in zirka 90 min. auf einem mehr als kleinen Halbfeld. Er rennt hin und her und manchmal auch weit weg mit dem Ball, und einmal muss er (ganz nach links) in die Büsche, um einen weggeschossenen Ball zu holen.
fussball_chaos.jpg

Eintracht – Energie, gefühltes Ergebnis 26:13 oder so

Ein regnerischer Tag, ein wahrscheinlich langweiliges Spiel, so waren die Vorraussetzungen des Spiels am Donnerstagabend. Irgendwie kam es ein wenig anders. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber nur ein wenig anders, kein 0:6 Kantersieg für Energie oder so was Dramatisches. Ein paar Minuten vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit kamen die ersten Caio Rufe. Und sie wurden erhört. In der vierten Halbzeit kam dann auch der gewünschte. Diabolisch grinsend betrat er das Feld und die Fans pfiffen ihn nicht aus sondern bewarfen ihn mit Gegenständen wie Möbeln unterschiedlichster Art, Kühlschränken, Bayernwimpeln und Kleinbussen. Nach dem Spiel sagte einer der Fans, das sie mit ihren Rufen die Einwechslung des Griechen Mantzios gefordert hatten, seinen Namen aber falsch ausgesprochen hatten, so das Funkel „Caio“ anstatt „Mantzios“ verstand. Klingt aber auch verdammt ähnlich. Wenigstens hatte die Eintracht niemanden namens „ Korzynietz“ oder so geholt, sonst wäre Russ der Topjoker der Eintracht. Friedhelm Funkel wird eben langsam alt. So um die 85. Minute kam eine pseudo-nette Stimme, die verkündete, dass sämtliche S-Bahnen ausfallen würden. Die Ansage wurde mit euphorischem Jubel unterstrichen. Am Anfang war es bestimmt nicht allzu vielen Fans aufgefallen, dass diese Ansage die gewohnte Rückfahrt mit der Stadionbahn verhindern würde. Aber in Nürnberg beispielsweise, wo man jede Ecke von Clausthaler präsentiert bekommt, hätte das gar niemand bemerkt, da das etwa mit der gleichen Stimme verkündet wurde wie das Eckenverhältnis, die Zuschauerzahl, die Sponsoren, die Halbzeitaktion des Regionalsenders, der neueste Durchbruch im Bereich der Zahnbürstentechnik und diese ganzen überflüssigen Dinge. In Nürnberg ist man also abgestumpft, was diese Durchsagen angeht. Nicht so in Frankfurt, weswegen einige der Fans die Misere bemerkten. Man musste sich also mental darauf vorbereiten, sich zu Fuß und mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuschlagen. Da war es kein wunder, das die meisten Fans erst nach Mitternacht nach Hause kamen. Sofern sie nicht noch einen kleinen Ausflug in die Vowi unternommen haben.
(Ups, das war jetzt Schleichwerbung.)

Ein Artikel von Oma und Opa
für die Schülerzeitung der Vowi Business School
in Kleinauheim, unweit vom Tierpark.