Der Tank ist voll
Die Pippi steht mir in den Augen!
Die Feststellung erfolgte nach drei großen Bieren, fünf kleinen Apfelweinen und vier Doppelkörnern.
Die Pippi steht mir in den Augen!
Die Feststellung erfolgte nach drei großen Bieren, fünf kleinen Apfelweinen und vier Doppelkörnern.
An einer lauen Frühlingsnacht am Tresen.
Ein kurzes Gespräch über Literatur:
…ich lese eigentlich nicht!
Und was hast Du gelesen.
Die Bibel -ein wenig-, Kafkas Geschichte mit dem Krabbler und alle Donaldbücher!
Oh!
Stellt Euch vor ihr erlebt ein Schauspiel der besondern Art:
Der gefallenen Engel -rein äußerlich unauffällig nur seine Stimme schwingt anstrengend bis verzerrend im oberen Mittenbereich- erzählt ohne Emotionen und ohne Halt von Elefantendieben, Begräbnissen, Esstörrungen, Familienfehden, Odysseen usw.
An dessen Seiten sitzen die verständnisvollen Pfaffen, die alles wissen, für alles Verständnis haben, aber einfach zu viel Messwein getrunken haben und deshalb müde werden, lallen oder verbal über das Ziel hinausschießen.
Schließlich gibt es noch den Narr, der ebenso gerne redet und sei es ohne Sinn und Versand. Er ist eigentlich ohne Wertung, denn sein Geist hatte sich vor der Vowi -vor einiger Zeit- in sich nicht verdunsteten Alkohol aufgelößt. Eine medizinische Hilfe war erforderlich.
Der gefallenen Engel tontechnisch ein klassischer Staubsauger, aber inhaltlich ein dialektisch gewendeter Staubsauger düste los. Die Pfaffen ergötzten sich an ihren eigenen trunkenen Weißheiten. Nur der Narr verlor nicht den Boden unter den Füßen. Er lachte über soviel Armut in unserer Welt um Mitternacht in der Vowi.
Einer der Chefs der Vowi,
die ja in Bielefeld sitzen und neben den Geschäftsbereichen
Bier und alkoholfreie Getränke (Radeberger > Binding > Vowi),
in Nahrungsmitteln (Dr. Oetker als Markenname),
Schifffahrt (hier verdient das kleine Familienunternehmen am meisten Geld),
Sekt, Wein und Spirituosen (Mumm, Deinhard, Henkell, Wodka Gorbatschow),
Versicherungen (Bankaus Lampe, Versicherung Condor)
und noch ein wenig Anderes (chemische Fabrik und ein paar Hotels)
ihr Geld verdienen, heiratet bald.
Er heißt mit Vornamen August und ist 63 Jahre alt. Seine Liebste ist auch nicht mehr die Jüngste mit ihren 30 Jahren und heißt Nina. Beide haben sich angeblich über ihre gemeinsame Vorliebe für Oldtimer kennen gelernt.
Ninas Vater und seine Tochter schaffen in dieser Branche.
Ein regnerischer Tag, ein wahrscheinlich langweiliges Spiel, so waren die Vorraussetzungen des Spiels am Donnerstagabend. Irgendwie kam es ein wenig anders. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber nur ein wenig anders, kein 0:6 Kantersieg für Energie oder so was Dramatisches. Ein paar Minuten vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit kamen die ersten Caio Rufe. Und sie wurden erhört. In der vierten Halbzeit kam dann auch der gewünschte. Diabolisch grinsend betrat er das Feld und die Fans pfiffen ihn nicht aus sondern bewarfen ihn mit Gegenständen wie Möbeln unterschiedlichster Art, Kühlschränken, Bayernwimpeln und Kleinbussen. Nach dem Spiel sagte einer der Fans, das sie mit ihren Rufen die Einwechslung des Griechen Mantzios gefordert hatten, seinen Namen aber falsch ausgesprochen hatten, so das Funkel „Caio“ anstatt „Mantzios“ verstand. Klingt aber auch verdammt ähnlich. Wenigstens hatte die Eintracht niemanden namens „ Korzynietz“ oder so geholt, sonst wäre Russ der Topjoker der Eintracht. Friedhelm Funkel wird eben langsam alt. So um die 85. Minute kam eine pseudo-nette Stimme, die verkündete, dass sämtliche S-Bahnen ausfallen würden. Die Ansage wurde mit euphorischem Jubel unterstrichen. Am Anfang war es bestimmt nicht allzu vielen Fans aufgefallen, dass diese Ansage die gewohnte Rückfahrt mit der Stadionbahn verhindern würde. Aber in Nürnberg beispielsweise, wo man jede Ecke von Clausthaler präsentiert bekommt, hätte das gar niemand bemerkt, da das etwa mit der gleichen Stimme verkündet wurde wie das Eckenverhältnis, die Zuschauerzahl, die Sponsoren, die Halbzeitaktion des Regionalsenders, der neueste Durchbruch im Bereich der Zahnbürstentechnik und diese ganzen überflüssigen Dinge. In Nürnberg ist man also abgestumpft, was diese Durchsagen angeht. Nicht so in Frankfurt, weswegen einige der Fans die Misere bemerkten. Man musste sich also mental darauf vorbereiten, sich zu Fuß und mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuschlagen. Da war es kein wunder, das die meisten Fans erst nach Mitternacht nach Hause kamen. Sofern sie nicht noch einen kleinen Ausflug in die Vowi unternommen haben.
(Ups, das war jetzt Schleichwerbung.)
Ein Artikel von Oma und Opa
für die Schülerzeitung der Vowi Business School
in Kleinauheim, unweit vom Tierpark.
Sitzplatz-Konzert mit lebendigen Songs
Neil Youngs leider einziges Deutschland-Konzert der Europatour ‘08 fand im ICC-Kongresszentrum in (West-)Berlin statt. Ein riesiger, hässlicher 80er(?)-Jahre-Bau im Ambiente einer mal schick gewesenen U-Bahn-Station mit Teppich-Auslegware.
Noch ein Wort zu den Sitzplätzen: Schon schlimm genug, dass man sich nicht vorne an die Bühne stellen darf, sondern gemäß Sitzplatz-Lageplan Tickets der verschiedenen Kategorien zwischen 71 und 117(!) Euro kaufen muss. Ein Ticket der Reihe 1 war dann aber ein Ticket der Reihe 15 oder 20, weil man vor die eigentlichen Sitzreihen noch ein paar Dutzend „Orchestersessel“ (ebay-Preis eines dieser Plätze: 406 Euro) gestellt hat.
Eingezwängt zwischen Alt-Fans (ein Fan, der meistens nicht viel jünger als Neil Young ist und Neil Youngs Musik gerne ganz jung - die „Klassiker“ - hören möchte, wegen der Erinnerungen? Kennt er die neuen CDs?) warte ich auf den Beginn des Konzerts und höre hinter mir einen Landsmann Neils Gitarren zählen mit dem Ergebnis: „Gugge ma, sieme sinns (Kuck’ mal, sieben sind’s)“.
Die Bühne ist teilweise bunt geschmückt mit Buchstabenkunst, der Flügel ist bunt angemalt. Im Lauf des Abends wird auch Neil Youngs Anzug bunt bemalt sein.
Nach der Vorgruppe (angenehme Singer-Songwriter-Lieder mit der sehr schönen Stimme von Pegi Young) kommt das einstündige Acoustic-Set. Mein Nachbar singt mit … brumm. Zum Glück ist die Anlage ziemlich laut und der Sound gut! Der Alt-Fan neben mir wundert sich, dass er nicht alle Songs kennt. Die Songs sind wie immer, wie alles, was ich live von Neil Young höre, von einer großen Intensität. Manche Lieder hören sich so an, als ob er sie zum ersten Mal spielt. Bei den Teilen mit den höheren Stimmlagen baut sich eine Spannung auf, die sich, wie ich finde, am besten bei den Liedern, die er nur mit der Gitarre begleitet, am besten zeigt.
Auf der Bühne steht ein Maler mit Hut auf dem Kopf, der es schafft, zwei Stunden lang eine Flugente (Acoustic-Set: schwimmende Ente, Electric-Set: Es folgen die Flügel.) zu malen. Auf der Suche nach dem nächsten Song geht Neil an ihm vorbei und schaut ihm über die Schulter.
Nach der Pause beginnt das Electric-Set mit „Mr. Soul“ und ich denke, jetzt geht’s richtig los! Ich hatte schon befürchtet, dass ich noch schunkeln muss, es wird auch öfter mal im Rhythmus geklatscht. Spätestens bei „Hey Hey, My My“ (zwar nicht mein Lieblingslied) muss ich ein bisschen Enthusiasmus zeigen – old men, erhebt euch!
Die Höhepunkte sind: „Down By The River“, „No Hidden Path“ (von der neuen CD „Chrome Dreams II“ und zuletzt „Rockin’ In The Free World“.
Alle Mitmusiker des Abends sind langjährige Weggefährten von Neil Young und haben eine wichtige Rolle in seinem Gesamtmusikwerk gespielt. Sowas wie eine Musiker-Familie; sie stehen bei den legendären Gitarrensound-Soli, die einen Song gut 20 Minuten lang werden lassen können, sehr eng beisammen.
Neil Young zeigt eine unglaubliche Stetigkeit, die ehrlich und unprätenziös erscheint. Er hat es nicht nötig, seine Musik zu konservieren, er muss nicht auferstehen, er macht ja auch keine Abschiedstouren – der Song lebt!! Vielleicht ist es das, was Neil Young mit „It’s all one Song!“ meint.
Vor Ort war exklusiv für die Vowi Pocahontas.
zum vorläufigen Aufhebung des Rachverbotes in Rheinland-Pfalz:
Inhalt und Links zur Entscheidung des Landesverfassungsgerichts
türkisch:
japanisch:
original
(allerdings in 1975-Version mit Tommy Bolin an der Gitarre, Glenn Hughes am Bass und 2. Gesang und David Coverdale am 1. Mikro):