Vor 20 Jahren gab es noch keine Vowi in Frankfurt, sondern nur die Körnerquelle in Leipzig. Dazu vielleicht später mehr.
Die Deutsche Welle hat die Mauer wie in einem Videospiel animieren lassen. Hier ist ein Ausschnitt vom youtube-Kanal der DW. Ein DVD gibt es auch davon.
Ich (euer Zapfer) wurde übrigens zu Ende der Achtziger in Berlin -Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik- in einer wie im Film dargestellten Sackgasse, die an der Mauer endete, festgenommen.
Ich war (wirklich) durch Zufall dahin geraten.
Ich wollte mich mit einem Mädchen treffen, die unweit der Grenze wohnte.
Ich sah aber ähnlich gefährlich aus wie heute: im Osten nannte man so was mich “Blueser”: lange Haare, leicht schlampige Klamotten.
Erst ein Telefongespräch meiner Mutter mit den Genossen der Stasi (nehme ich mal an) beendete meinen Aufenthalt (möglicherweise in der Normannenstraße) und beeinflusste sicher auch meine berufliche und persönliche Zukunft in der DDR.
Auch sehr interessant ist die Seite:
Wir waren so frei
Hier findet man private Fotos, Dokumente und Videos aus der Zeit von 1989/90.
Allerdings habe ich damals meine Freiheit bereits in Frankfurt in der Lange Straße im Kolpinghaus genossen. Meine damalige Freundin und jetzige Frau war entsetzt, als sie mich wenige Tage nach meiner Flucht und dem Mauerfall besuchte:
die Billigpuffs der Breiten Gasse, die Häßlichkeit des Stadtviertels und der gemeinsame Besuch des Bergerkinos, wo wir den Spielfilm zu “The Wall” von Pink Floyd sahen, machte zumindestens meiner Freundin den Westen nicht symphatischer.