Die Vowi ist nicht mehr bei Arena.
Als ich letztens per Telefon nachfragte, wie ich denn den Folgevertrag für nächste Saison nicht verlängern will bzw. werde, war man bei Arena leicht verärgert und man redete sich raus, daß man kein juristischen Fragen beantworten könne. Auf meine Bitte mich dann durchzustellen zu einen Juristen bei Arena wurde aufgelegt.
Bei Premiere wurde ich promt zurückgerufen. Nächste Woche machen wir den Vertrag, damit Ihr unsere Eintracht und Sonntags St. Pauli sehen könnt.
Lieber Student,
von dem ich annehme, dass du jenes Artikelchen (FR, 14.07.07, S. F 11) verfasst hast.
Sicher wirst du als angehender Journalist einmal bei der FR arbeiten. Spätestens dann wirst du an deinem PC sitzen und gelernt haben, was journalistisch arbeiten heißt:
Sauber recherchieren, Dinge nicht behaupten, die du nicht belegen kannst, allgemein gefühlte Volksmeinungen nicht als Allgemeingut hinstellen und immer -wenn es geht- vor Ort sein, um es selber zu sehen, was man beschreibt.
Du hast gleich als erstes eine allgemein gefühlte Volksmeinung als Fakt (F…, F…, F…) hingestellt. Nenne mir doch bitte die anderen Kneipen gleichen Namens in jeder mittleren deutschen Stadt. Als kleine Hilfe nenne ich dir andere Zeitungen die als zweiten Namen das Wort Rundschau tragen (Westfälische, Chemische, Pannonische, Weinheimer).
Dann muß ich dich fragen, ob du jemals in unserer “freundlich verranzten, rustikalen Kneipe” gewesen bist? Ich denke nicht, oder vor Jahren oder du weißt vom Hörensagen, dass es die Volkswirtschaft gibt. Dir ist ein peinlicher Fehler unterlaufen. Du hast die Preise vermutlich von unserer Homepage abgeschrieben. Dort sind die Preise von 2002 aufgelistet, was nicht sehr aktuell ist. Wenn Du dies moniert hättest und gleichzeitig auf das Kneipen-Tagebuch hingewiesen hättest, was seit Jahren immer aktualisiert wird, dann hätte ich nichts sagen können. Du aber erwähnst nicht einmal deine Quelle bzw. nennst nicht unsere Homepage.
Schließlich denke ich, dass noch weit mehr Kneipen klassischen Zuschnitts neben der Haupattraktion Bier auch ein Schmalzbrot anbieten. Und zu guter Letzt zeigen wir jedes Fußballspiel der Bundesliga auch freitags, und Karten wird an jedem Tag gespielt.
Als Lehrbeispiel für Journalismus gebe ich dir als liebenswert verranzter Kneipenwirt den Rat, die Bücher des polnischen Journalisten Ryszard Kapuscinski zu lesen. Zum Beispiel sein Buch
“Der Fußballkrieg. Berichte aus der Dritten Welt.”
Seine Arbeiten heben sich wohltuend ab von dem, was ich von dir bisher gelesen habe. Aber du bist bestimmt noch ganz jung und sicher kein Eintrachtfan. Komm doch mal vorbei für ein kleines Bier für 1,40 oder für Spaghetti Bolongnaise für 5,80.
Zur Chronologie:
Am 07.07.07 machten Egon gegen Petra und Wolfgang eine Wette.
Egon behauptet, dass Die Linke zur Bundestagswahl 2009 mehr als 15% Stimmen erhalten wird. Petra und Wolfgang halten dagegen und behaupten, dass Die Linke zur Bundestagswahl weniger als 15% der Wählerstimmen einfahren wird.
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Immer noch kein Fußball nur wehmütige Erinnerungen:
vier junge Menschen in ihrer Freizeit
An der Vowi hat es ganz sicher nicht gelegen. Wir haben fein die Pacht bezahlt, fein zum überteuerten Listenpreis das Bier gekauft und auch ansonsten auf jede wirkliche Hilfe mangels Gelegenheit der Binding-Radebrger-Oetker-Gruppe verzichtet. Dennoch: in der Jahrespressekonferenz der Oetker-Gruppe Ende Juni gab August Oetker an, dass das Renditeziel des gesamten eingesetzten Kapitals des Unternehmen mit 12% verzinst werden sollte. Leider wurde diese Ziel nicht erreicht. Das Schiffahrtsgeschäft schwächelte. Neben der Schiffahrt (Reederei Hamburg Süd) ist die Oetker-Gruppe in Nahrungsmittel (Dr. Oetker), Bier (Radeberger, Jever, Binding, Schöfferhofer, Henninger, Clausthaler), Sekt (Henkel) und andere Getränke (Selters) dabei. Aber man ist optimistisch. Die Redeereien hoffen auf die bessere Konjunktur, das Pizzawerk in Wittenberg läuft gut, in Italien ist man so langsam Marktführer in Sachen Tiefkühlpizza geworden und auf die Vowi in Bockenheim kann man sich eh verlassen.
Dialog zwischen Gast und Vowianer
Gibt es Stilles Wasser?
Nein – nur als Leitungswasser.
Ist das Leitungswasser auch sauber?
Diese Frage empört mich doch!
Selbstverständlich ist das Leitungswasser sauber.
In Frankfurt kommt es zu großen Teilen aus dem Vogelsberg.
Denkst Du wir machen da vorher rein?
Hast Du noch nie Leitungswasser getrunken?
Nein.
Der Gast trank später doch ein zwei Leitungswasser.
Liebe Vowi-Raucher,
ab Oktober 2007 darf man in Hessischen Gaststätten nicht mehr
R a u c h e n.
Ausnahmen sind nur möglich, wenn es einen abgetrennten Raum durch den kein Rauch ziehen kann, geben würde. Wir müßten dann in der Vowi eine Steinwand (Holzwand ist nicht erlaubt) mit Tür einbauen, wobei der Hauptraum (Tresen) größer sein muß, als der Raucherraum. Eine Lüftung wiederum ist nicht von Nöten.
Das Ordnungsamt ist dafür zuständig, dass das Gesetz eingehalten wird. Zuerst aber ist der Wirt dafür verantwortlich. Ihm drohen € 2500,- und dem Gast € 200,- Bußgeld.
In der Vowi sind solche Lösungen nicht machbar.
Wir rauchen ab Oktober vor der Tür.
Wir kaufen einen großen Aschenbecher, einen Heizstrahler und am besten noch ein kleines Zelt, was aber nicht länger als drei Monate stehen darf, denn sonst darf dort auch nicht geraucht werden.
Diese Infos habe ich von der sehr netten Frau Dillenberger vom Hessischen Sozialministerium erhalten.
Tel.: 0611/8173411