Jan 292007
 

Konzern: Dr. Oetker
Sparte: Bier u. alkoholfreie Getränke
Premiummarke: Radeberger
Regionalmarke: Binding
Letzter Ruderknecht: Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaft ist eine Binding-Kneipe, d.h. der Verpächter und der ausschließliche Getränkelieferant ist die Bindung. Allerdings nur im weitesten Sinne, den die Binding ist eine Regionalmarke der Radeberger-Gruppe. Diese wiederum ist wesentlicher Bestandteil der Sparte Bier und alkohlfreie Getränke. Daneben gibt es bei Dr Oetker die Sparten Nahrungsmittel, Schiffahrt, Bank/Versicherungen sowie Sekt, Wein und Spirituosen.
Damals vor 10 Jahren überzeugte Frank die Binding mit unseren Konzept eine Kneipe/Kaffee/Restaurant in Uni-Nähe zu eröffnen. Alles anbieten (Frühstück, Mittag, Kaffee und am Abend Kneipe) um alles mitzunehmen. Billig sollte es sein, damit man mehr trinken konnte. Und natürlich sollte Fußball gezeigt werden. Damals via Premiere. Ab und zu hatten wir uns vorgenommen etwas “kulturelles” anzubieten, denn der ursprüngliche Plan bestand darin eine Musikkneipe zu eröffnen. Diese Idee mußte allerdings schnell bei Seite gelegt werden, da es schier unmöglich ist in Ffm. Räume zu finden, wo man Live-Musik darbieten kann.
Die jetzige Ort der Volkswirtschaft war das definitv letzte Objekt, was wir uns anschauen wollten. Wenn es dort nicht geklappt hätte, dann würde hier heute nichts stehen. Vor der direkten Kneipensuche gab es unsererseits andere Pläne eine Kneipe zu pachten. Leider müßte ich hier Persönlichkeitsrechte übergehen, wenn ich weiter plaudern würde.
Frank überzeugte, wie geschrieben, die Binding und wir hatten wirklich den Laden. Die Binding damals war recht zuvorkommend. Sie hat uns in den Jahren eigentlich immer schalten und walten lassen. Allerdings fällt auf, daß wir den 10 Jahren mindestens 5 verschiedene Ansprechpartner bei der Brauerrei hatten. Manch einer von diesen versprach uns viel, manch einer weniger, was davon zu halten ist, kann man an dem Loch links neben der Eingangstür geradezu symbolisch festmachen. Des weiteren fällt auf, daß die Binding immer mehr aussortiert bzw. an andere Firmen überträgt. Sei es die Verwaltung ihrer Immobilien, den Gläserversand und schon sehr lange die Getränkelieferung. Und schließlich gibt es zum Jahreswechsel oder zu einem runden Geburtstag schon lange nichts mehr auf Kosten der Brauerrei. Die Binding bzw. die Radeberger Gruppe steht, wie alle anderen im harten Wettbewerb. Sie muß weitere Brauereien kaufen, um von dem kleiner werdenden Kuchen ein mindestens gleich großes Stück zu behalten. Gleichzeitig muß sie groß genug sein, um nicht von den Global Playern geschluckt zu werden. Die Volkswirtschaft kennt dieses Problem nicht, ist aber, wie die Brauerei von anderen betroffen. Der Bierkonsum in Deutschland geht immer weiter zurück. Die Rohstoff- und Energiekosten steigen. Und somit steigt auch der Bier- bzw der Preis der Bindingprodukte. Unsere Preise steigen dagegen nicht proportional. Bedingt durch diese Gemengenlage sterben die klassischen Kneipen nicht unbedingt aus. Aber es werden nur wenige überleben. Die Volkswirtschaft atmet jetzt schon -trotz mancher Unkenrufe- 10 Jahre.

Jan 292007
 

Ziel:
>in erster Linie Kneipe mit speziellen Angeboten (Spiele, Fußball im Fernsehen, Klavier, Kleinkunst)
>zweitens auch Cafe und Restaurant, da komplette Küche (Frühstück, kleinere Gerichte, später Tagesgerichte -auch vegetarisch)

Charakter:
>helle, strapazierfähige, gemütliche Einrichtung, (keine “Spelunken- oder Gediegenheitsatmosphäre”), durch eher kleineren Raum bleibt “intimere Stimmung der Kneipe um die Ecke” erhalten, nach außen hin offen (Klarfenster)
>neue, von Künstler gestaltete Bilder usw. an den Wänden
>Trennung zwischen Thekenbereich (Fernseher) und Tischen
>Musikanlage
>nur ein Spielautomat (Flipper)
>rechte Trennwand und Theke kommt raus – dafür Klavier; Schrank rechts hinter der Theke kommt raus – dafür Tisch

Publikum:
>Freundeskreis, Stammtische, Studenten, in Bockenheim Wohnende, Kinogänger im Orfeo, Schüler der Schulen auf Hamburger Allee, City-West Anwohner und Beschäftigte
>später auch durch spezielle Angebote (Kleinkunst) auch Leute aus anderen Stadtteilen

Preise:
>angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation billige Preise -Bier, Frühstück, kleine Gerichte- (speziell für Studenten Rabatt?)
>höhere Preise bei speziellen Getränken sowie Tagesgerichten

Konkurrenz:
>Kneipe (u.a. Tannenbaum); Cafe (u.a. Albatros, Melange, Bagdad, Bastos, Papagajo); Restaurant (u.a. Pielok, Casa di Cultura)
>dagegen:
niedrige Preise, wenn möglich, besondere Faßbiere aus Oetker-Konzern (Radeberger, Pilsner Urquell?), spezielle Angebote (Klavier, Kleinkunst), mittelfristiger Ausbau der Essensangebotes, “Sommergarten”, Lage,
Öffnungszeiten (jeden Tag 9.00/11.00 Uhr – 2.00/3.00 Uhr)

Jan 292007
 

Der Alkohol setzt das moralische Gewissen bzw. das moralische Taktgefühl (Über-Ich) und die moderierende Instanz zwischen der Welt und dem eigenen Werten (Ich) matt und läßt nur noch einen Trieb (Es) sprechen.
“Ich kann gut ficken!”
lallte letztens am sehr späten Abend ohne ersichtlichen Grund ein bekannter Gast (KW-SK) aus einem südlichen Bundesland in die Runde. Er sagte es leise, aber alle weiblichen Nachbarn, und an diese war der Satz gerichtet, am Tresen hörten es. Sein Wunsch ward an diesem Abend keine Wirklichkeit. Wir werden ihn fragen vor dem nächsten Weizen.

Jan 292007
 

apfelmaennchen.gif Apfelmännchen in ASCII

Das letzte Album der Hamburger Band Blumfeld drehte sich um Obst, Gemüse und Tiere. Die Kritik eines Fans der Band lautete, dass in Zeiten von Hartz IV solche Texte ziemlich einfallslos sind. Blumfeld sind Äpfel und Co wichtiger als beispielsweise repressive Instrumente des Staates, wie Hartz IV, zu kritisieren. Auf meinen Einwand hin, daß für mich Sozialhilfe und Hartz IV eigentlich das gleiche bedeuten und ich mir es schwer vorstelle, ein Lied darüber zu schreiben, meinte der Fan nur, daß Sozialhilfe eine wirkliche Unterstützung von staatswegen sei, aber Hartz IV dagegen Repression.
Vielleicht nicht gerade deswegen, aber dennoch Blumfeld lösen sich auf. Alle frühen Alben kommen noch mal mit einigen Bonus-Schnick-Schnack raus. Ein limitierte Box mit einer Live-Platte wird es geben und auf einer Abschiedstour kann man sie am 16.04. zum letzten Mal im Mousonturm sehen.

Jan 222007
 

ein Kameruner im Riederwald Kruht

Beim Eintracht-Probe-Spiel am Samstag (20.01.) gegen Young Boys Bern waren wirklich so rund 50 Berner Fans anwesend. Lautstark, zweisprachig bis dreisprachig und zum Teil mit freien Oberkörper feierten sie ihre Mannschaft. Ein Bengalisches Feuer wurde gezündet und flugs war die Polizei unter den Bernern. Inzwischen hatten sich auf der anderen Stadionseite vielleicht genauso viele Eintracht-Fans versammelt. Viele davon machten aus der Ferne einen untersetzten Eindruck. Sie essen einfach zuviel. Das hielt sie aber nicht davon ab ebenfalls ein Bengalo zu zünden und wie ihre Berner Kollegen in einer Art Urmännchen-Haltung (erhobene Arme leicht nach vorne gebeugt, grunzende bis schreiende Laute und plötzliche Bwegungen) aus sicherer Entfernung sich scheinbar nichts lieber als eine Konfrontation zu wünschen.
Das Spiel war nicht so unterhaltsam. Auf dem Heimweg gab es einen langen Stau und man konnte kaum durch die Autos gelangen – noch schlimmer war es, wenn man mit einem Kinderwagen unterwegs war. Beinah hätte ein neuer 5er BMW ein paar Schrammen abgekommen und der Fahrer machte auch einen etwas unsicheren Eindruck. Aber nein, da saß doch Patrick Ochs hinterm Steuer – mit erhobenen Daumen wurde er vom Kinderwagenschieber gegrüßt. Patrick Ochs nickte befreit – noch mal Glück gehabt, wird er sich gedacht haben.

Jan 212007
 

Günthersburgallee 41 schöne Wohngegend
der Bolzplatz mit Schild nur ein wenig laut, wenn die Kinder spielen
Schild und Stolpersteine und hör’ auf mit diesem ewigen Erinnern

Vor der Günthersburgallee 41 im Nordend befinden sich drei Stolpersteine. Auf ihnen ist eingemeißelt, dass in diesem Haus drei Frankfurter (die nach den NS-Rassegesetzen Juden waren) wohnten, die in der Nazizeit deportiert und umgebracht wurden. Die ehemalige Großmarkthalle, wo bald die Europäische Zentralbank ihr neues Gebäude bauen wird, war der Ausgangspunkt für etwa 11000 Juden aus Frankfurt, die zwischen 1941-44 in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Gegenüber diesem Haus befindet sich ein größerer Spiel- und Bolzplatz. Vor dem Spiel- und Bolzplatz gibt es Schilder, dass Hunde hier nicht ausgeführt werden sollen, damit es keine Hundehaufen gibt und dass die Kinder in Ruhe spielen können.

Auf einem dieser Schilder, fast genau gegenüber dem Haus Nummer 41, ist neben dem durchgestrichenen Hund auf dem Schild von Hand dazugeschrieben Keine Gayzone und Keine Juden.
Unerträglich, dachte sich ein Anwohner. Vielleicht waren es irgendwelche dummen Pupertierenden, die sich abends ganz gerne hier treffen. Auch wenn sie nicht wussten, was sie taten, der Anwohner fühlte eine Art Verpflichtung seinen deportierten Nachbarn gegenüber. Deshalb schraubte er das Schild ab und brachte es zum Gartenamt der Stadt mit der Bitte um Reinigung. Er hofft, dass dies nicht so lange dauert, wie damals 2004 im Günthersburgpark. Erst nach zwei Jahren hatte sich das Gartenamt erbarmt.

Jan 072007
 

Einer geht immer! Einer geht Immer!-Trailer

Am Samstag, den 10.02.07 feiert die Vowi ihren 10. Geburtstag.
IM Vowi bastelt eifrig daran aus einigen Geschichten auf der Vowi-Homepage einen kleinen Film zu drehen. Der Trailer ist mit Absicht klein (3,7 MB) gehalten, um noch nicht alles zuverraten.
Auch soll die Vowi mit diversen Fotos aus den letzten 10 Jahren geschmückt werden. Was musikalisch und darüber hinaus passiert an diesen Tag, wird noch vom V10GdV (Volkskommitee zum 10. Geburtstag der Volkswirtschaft), welches aus disen Anlaß ernannt wurden ist, beraten.

Jan 022007
 
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Wandmalerei am ehemaligen Volksbildungsministerium in (Ost)-Berlin Hand in Hand auch im Jahr 2007

Hier sind die ersten Worte des Vowi-Blogs. Der Grundtenor bleibt. Nur das Äußere und der Bedienkomfort hat sich geändert.
Verweiß: Als IM Vowi bin ich eigentlich rechtlich verpflichtet einen vorzuschieben, der für den ganzen Unfung haftet, den ich hier schreibe, deswegen gibt es die Rubrik Klarname.
Links: Ihr könnt auf alle alten Eintragungen hier unter Neues 1999-2006 zurückgreifen. Genauso ist es möglich sich auf die Vowi-und Tippspiel-Seiten zu linken, die ebenfalls nach und nach erneuert werden.
Zu jeden Beitrag meinerseits könnt Ihr Kommentar schreiben. Dabei müßt Ihr Euch anmelden. Dies hat den Hintergrund vor allem Spams gleich wieder zu löschen, damit sie nicht, wie beim alten Vowi-Gästebuch, alles zu müllen.
Momentan gibt es neben der Vowi-Kategorie noch zwei andere: Musik und die 10 Jahres-Feier der Volkswirtschaft. alles kann man kommentieren.
Unter dem Punkt Archiv findet Ihr, wenn sich die Beiträge summieren, alle Beiträge die hier aufgeschrieben werden monatlich geordnet.
Raus und Rein ist zum An- und Abmelden, um Kommentare zu schreiben.
Der unterste Punkt Vowi-Blog im Netz ist wohl Standart bei Blogs. Damit kann man sich schneller einen Überblick verschaffen und Inhalte in andere Blogs einbauen bzw. verlinken.
Die Suchfunktion gilt nur für den Blog ab 2007 und nicht für die Zeit davor.
Die anderen Vowiseiten werden aber nach und nach erneuert und funktionaler gemacht.